www.saarlandbilder.net | karte | ortsverzeichnis
Tholey Geschichte & Abtei Schaumberg Wareswald Bergweiler Hasborn-Dautweiler
Lindscheid Neipel Scheuern Sotzweiler Theley Überroth-Niederhofen
Hasborn-Dautweiler


© link Landesamt für Kataster-,Vermessungs- und Kartenwesen


Blick auf die Kirche vom Ritzelberg aus © Thorsten Jäckel 20/6/2005


Kirche mit Wohnhaus des Pastors (Blick von der Hauptstraße)
© Thorsten Jäckel 20/6/2005


Kirche (Blick von den Parkplätzen aus) © Thorsten Jäckel 20/6/2005


Kirche frontal (Blick von der Treppe an der Hauptstraße)
© Thorsten Jäckel 20/6/2005


Das Rathaus (renoviert 2003) © Thorsten Jäckel 20/6/2005


Das 2004 eröffnete Seniorenzentrum © Thorsten Jäckel 20/6/2005

www.saarlandbilder.netKarteOrtsverzeichnis

Hasborn-Dautweiler

Blickt man vom Schaumberg in nordwestliche Richtung, so bietet sich dem Betrachter ein landschaftlich sehr reizvolles Bild. Bewaldete Berge umrahmen das schöne Brühltal. In ihm liegt, zum Teil hinter sanften Hügeln versteckt, der aufstrebende Ort Hasborn-Dautweiler mit seinen rund 2800 Einwohnern. Er ist geographischer Mittelpunkt unserer Gemeinde Tholey. Seine besonderen baulichen Merkmale sind die neugotische Kirche, das in Fachwerkhausführug gehaltene Pfarrhaus sowie das unter Denkmalschutz stehende alte Rathaus.

Schon Kelten, Römer und Franken schätzten die sonnige, windgeschützte Lage und siedelten an den sanften Abhängen, wie die zahlreichen Bodenfunde aus der Zeit La Tené, der gallo-römischen und der merowingischen Zeit bezeugen.

Besonders erwähnenswert und historisch bedeutsam sind die auf der Gemarkung vorhandenen und in ihrer Ursprungsform größtenteils erhaltenen keltischen und römischen Höhenstraßen. Sie sind Teil des gallo-römischen Saar-Lor-Lux Kulturwanderweges. Rechts und links dieses Weges wandert man in angenehmer Höhenlage vorbei an den stummen Zeugen und Relikten vergangener Epochen.

Bereits im Jahr 974 n. Chr. beurkundete Bischof Wilgfriedus von Verdun die Übergabe der Kirche in Hannocherbrunn (Hasborn) an das Benediktinerkloster St. Paul in Verdun. Die Ritter Gerlach und Wilhelm von Schwarzenburg schenkten im Jahre 1279/80 das Patronatsrecht ihrer Kirche in Hasborn dem Kloster Fraulautern. Unsere Vorfahren wurden dadurch schon mehrere Jahrhunderte früher als alle Nachbargemeinden von der Leibeigenschaft befreit.

Lebensgrundlage der Bewohner bildete bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts Ackerbau und Viehzucht. Auch wurden Fuhrdienste für die nahe gelegene Mangan-Erzgrube Krettnich durchgeführt.

Grenznähe und kriegerische Auseinandersetzungen verhinderten in der Folgezeit eine positive Entwicklung von Handel und Handwerk. Durch die Verlegung der Stumm'schen Eisenwerke vom Hochwald an die Blies und Saar im 19. Jahrhundert und dem daraus resultierenden enormen Kohlebedarf ergaben sich für unsere stark angewachsene Bevölkerung neue Beschäftigungsmöglichkeiten. Mit dem sog. "Bergmanns-Bauern" bildete sich ein neuer Berufsstand heraus. Während der Mann die ganze Woche über auf der Grube arbeitete, musste die Frau mit ihren Kindern die schwere Feldarbeit verrichten, denn in Hasborn hatte jede Familie ab 1809 eigenen Grundbesitz. Dadurch waren unsere Bergleute krisengeschützt und nicht nur lohnabhängig. Es war daher kein Zufall, dass der Gründer des Rechtschutzvereins und Bergarbeiterführer Nickolaus Warken, gen. "Eckstein", aus Hasborn die Saarbergleute gegen Ungerechtigkeit mobilisierte und den ersten Streik ausrief, den viele Bergleute befolgten.

Die Gründung eines Bauunternehmens durch Josef Backes im Jahre 1932, die Niederlassung der Firma Dowidat im Jahre 1963 sowie die Ansiedelung weiterer leistungsfähiger mittelständischer Betriebe bilden bis heute zusammen mit einer positiven Entwicklung in Handel und Handwerk die sichere Grundlage und Haupteinnahmequelle für viele aus der Bevölkerung. Die Nähe zur Autobahn brachte dem Ort die Anbindung an das überregionale Verkehrsnetz.

Auch durch den sprichwörtlichen Fleiß der Bürger entstanden Neubaugebiete mit hohen Wohnwert und gemütlicher Atmosphäre.

Hasborn-Dautweiler verfügt über eine Kulturhalle, eine neue Sporthalle sowie ein Sportstadion mit Rasenplatz. Diese Infrastruktureinrichtungen bieten die Möglichkeit örtlicher wie überörtlicher kultureller und sportlicher Veranstaltungen.

Mehr als 40, in der Gemeinschaft der Ortsvereine zusammengeschlossene Vereine fördern die Geselligkeit, pflegen alte Traditionen und bereichern in hohem Maße das Gemeinschaftsleben.

Gut geführte Speisegaststätten laden zur Rast und zum Verweilen ein.