Er GPS Man verliert die Orientierung zwischen unbefestigten Straßen, die von Steinen flankiert werden, die auf dieser Insel, die es gewohnt ist, dem Nordwind zu trotzen, gleichzeitig Begrenzung und Windschutz sind. „Am Ende des Weges sehen Sie einen alten weißen Land Rover geparkt. Von dort aus nehmen Sie den Weg nach rechts“, hatte uns Gabriel, ein Venezolaner, der seit 24 Jahren auf Menorca lebt, schon einmal erzählt, als es noch Abdeckung gab.
Bevor er seinen Platz in der Welt fand, erlernte Gabriel das Handwerk in Bars in London, in Sternerestaurants in den Alpen, in Lebensmittelhäusern in Indien und Vietnam, reiste als Küchennomade um die Welt, saugte kulinarische Techniken auf und lernte alles über das Produkt. Das Ende seiner gastronomischen Reise führte ihn zu einem alten Kuhstall inmitten eines Waldes aus Ullastres und Olivenbäumen im Inselinneren, der nach dem Wiederaufbau mit Steinen und Holz des Anwesens zu Casa Humo wurde: einem Treffpunkt rund um die Gastronomie mit Brennholz, Feuer und Rauch als Protagonisten. „Unser Ziel ist es, rustikale, einzigartige und personalisierte gastronomische Erlebnisse zu schaffen“, erzählt uns Gabriel.
Casa Humo ist kein Restaurant: Es ist ein Ort, an dem Zeit, Worte und Tische geteilt werden. Anthony Bourdain sagte: „Man lernt am meisten über eine Person, wenn man mit ihr eine Mahlzeit teilt“, und das Leitmotiv von Humo besteht genau darin, Menschen an maßgeschneiderten Abenden an einem Tisch zusammenzubringen, wo sie das Erhabene in einfachen Dingen schätzen können.
Das Erlebnis findet zur magischen Stunde statt, wenn die Sonne untergeht und der Landschaft eine Pause gönnt. Unser Treffen mit Gabriel findet jedoch am Nachmittag statt, in der Hitze, wenn die Zikaden schreiend nach einem Partner suchen. Dieser Soundtrack, zusammen mit dem großen Holztisch, der mit einer karierten Tischdecke bedeckt ist, dem Tonkrug mit frischem Wasser, dem Brett mit handwerklich hergestellten Käsesorten und dem Korb mit frisch gebackenem Brot, im Schatten der Olivenbäume und dem süßen Duft der Kaktusfeigen, verwandelt diesen Moment in eine perfekte Postkarte des Mittelmeers.
Wermut, Käse, Butter
Im Inneren des Hauses sind die Regale der Speisekammer mit Einmachgläsern, Pökelwaren und Gurken gefüllt, flankiert von Knoblauchschnüren, getrockneten Paprikaschoten und Sträußen aromatischer Pflanzen, die von der Decke hängen. In der Küche befindet sich ein weiterer großer Holztisch, an dem Gabriel seine Gerichte zubereitet. In seiner blauen Arbeitsjacke und einer cremefarbenen Schürze mit Spuren von Asche ist Gabriel das perfekte Bild davon schick Rustikal, wenn er mit einem Messer dicke Scheiben von einem Stück Bio-Wurstfleisch schneidet und sie zu einem mit Olivenöl aus dem Norden der Insel beträufelten Tomaten-Granatapfel-Salat hinzufügt.
