Portugal ist wunderschön, erschwinglich und kulturell reich und wird oft als erste Wahl für Briten angesehen, die ins Ausland ziehen möchten. Und während die goldenen und digitalen Nomadenvisa ein beliebter Aufenthaltsweg für internationale Investoren und Fernarbeiter sind, könnte das portugiesische D7-Visum – auch bekannt als „Passive Income Visum“ – für Rentner, die davon träumen, ihre goldenen Jahre zwischen den sonnenverwöhnten Stränden der Algarve und den mosaikgesäumten Straßen Lissabons zu verbringen, besser geeignet sein.
Das südwesteuropäische Land wurde von Global Citizen Solutions (GCS) zum besten Reiseziel für Rentner im Jahr 2025 gekürt, unter anderem aufgrund des D7-Visums. Das Programm dient als Aufenthaltsportal für Ausländer mit regelmäßigem passivem Einkommen: Nach fünf Jahren können Visuminhaber die dauerhafte EU-Staatsbürgerschaft beantragen.
Dank der Mitgliedschaft Portugals in der Europäischen Union können Inhaber eines D7-Visums auch in den 28 anderen Ländern des Schengen-Raums frei reisen. Aber abgesehen von den Reisevorteilen ist das Visum auch wegen seiner relativen Erschwinglichkeit beliebt. Um sich zu qualifizieren, muss Ihr passives Einkommen dem portugiesischen Mindestmonatsgehalt entsprechen, das nach Angaben des Außenministeriums der Regierung derzeit 920 Euro (ca. 785 £ pro Monat) beträgt. Dieser Schwellenwert erhöht sich um weitere 50 Prozent für weitere erwachsene Antragsteller und um 30 Prozent für jedes Kind oder jede unterhaltsberechtigte Person.
Was als passives Einkommen gilt, denken Sie an Möglichkeiten wie Rente, Mieteinnahmen und Investitionsdividenden – aber nicht an ein traditionelles 9-zu-5-Gehalt oder freiberufliche Jobs. Darüber hinaus benötigen Sie mindestens 11.040 € (ca. 9.414 £) an Ersparnissen bei einer portugiesischen Bank. Auch dieser Betrag erhöht sich, wenn Sie sich mit einem weiteren Erwachsenen in Portugal niederlassen (zusätzlich 5.520 €) und pro Kind (zusätzlich 3.312 € pro Kind).
Im Vergleich dazu erfordert Portugals goldenes Visum mindestens 250.000 Euro (ca. 213.175 £) an Investitionen, während sein digitales Nomadenvisum ein monatliches Einkommen erfordert, das mindestens dem Vierfachen des monatlichen Mindestlohns Portugals entspricht.
Interessierte Bewerber können den D7-Antragsprozess beginnen, indem sie bei einer örtlichen portugiesischen Botschaft oder einem portugiesischen Konsulat ein vorübergehendes viermonatiges Visum beantragen. Von dort aus können Inhaber eines D7-Visums nach Portugal einreisen und bei der Agentur für Integration, Migration und Asyl (AIMA) eine zweijährige Aufenthaltserlaubnis beantragen. Dabei sind Dokumente wie der Nachweis eines passiven Einkommens erforderlich (das vollständige Antragsformular finden Sie hier). Die Aufenthaltserlaubnis hat eine Laufzeit von zwei Jahren, kann aber um weitere drei Jahre verlängert werden. Und nach Ablauf der fünf Jahre sind Sie berechtigt, eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung zu beantragen.
Eine Version dieses Artikels wurde zuerst von Condé Nast Traveler veröffentlicht.