Nürnberger Würstchen sind klein, etwa fingergroß, sodass sie schnell gegrillt werden können, ohne dass sie ihr saftiges Inneres aus Schweinefleisch und Majoran verlieren. Um sie richtig zu probieren, gibt es das Restaurant Bratwurstglöcklein, das als ältestes Steakhaus Nürnbergs gilt. Traditionell werden sie je nach Appetit des Gastes zu sechst, zu acht oder zu zwölft serviert und immer mit Sauerkraut, Kartoffelsalat und natürlich einem schaumigen Krug Tucher, dem typischen Bier der Stadt, serviert.
Zum Nachtisch die Nürnberger Lebkuchen; Waffel gefüllt mit Nüssen, Honig und aromatischen Gewürzen wie Zimt, Nelken, Muskatnuss, Kardamom und Ingwer. Diese süßen Geheimnisse werden von Bettina Dornauer, der Inhaberin des Schokoladengeschäfts Dornauers, mit ihrem Mann Thomas, geflüstert.
Bettina erzählt, dass das Rezept aus einer Zeit stammt, als Nürnberg ein wichtiger Handelsplatz war, in den begehrte Arten aus dem Osten gelangten. Auf dem Weg zum Marktplatz ist ein unumgänglicher Halt die Kirche San Lorenzo, deren zwei 80 Meter hohe Türme, das prächtige Rosettenfenster an der Fassade und im Inneren die schwebende Skulptur des Engelsgrußes hervorstechen, ein Werk von Veit Stoss, einem der angesehensten Bildhauer und Holzschnitzer der Spätgotik.