„Ich war schon immer nah am Meer, als Kind habe ich den ganzen Sommer im Wasser verbracht und als Teenager war ich wie eine Eidechse in der Sonne“, erinnert sich Lluís Tudela.
Lluís wurde in Torroella de Montgrí (in Empordà, nahe der Costa Brava) geboren, obwohl seine Familie aus Kastilien-La Mancha und Andalusien stammt. „Diese Mischung aus Territorien und Sensibilitäten durchdringt meine Art zu beobachten und hat meine Beziehung zur Landschaft beeinflusst.“
„Die fotografische Praxis ist die Achse meiner Arbeit, sowohl bei künstlerischen Projekten als auch bei professionellen Aufträgen, wobei ich mich zwischen dem kulturellen und dem kommerziellen Sektor bewege. Ich interessiere mich besonders für die Erzählung, die aus dem Visuellen entsteht, und für die Fähigkeit von Bildern, Geschichten und Atmosphären zu schaffen. Ich versuche sicherzustellen, dass zwischen beiden Bereichen keine zu große Distanz besteht. Mir gefällt, dass die Aufträge meine persönliche Arbeit nähren und dass die künstlerischen Projekte gleichzeitig die Art und Weise beeinflussen, wie ich mich dem Fachmann nähere“, erklärt er Condé Nast Traveler.
Als Teenager entdeckte er Straßen, Buchten, Strände, Felder, Hügel und Wälder und verspürte das Bedürfnis, Fotos zu machen, um sich selbst zu dokumentieren und auszudrücken. „Mein Herkunftsort war besonders durch die Beziehung zur Landschaft geprägt. Es war eine Möglichkeit, mich in der Umgebung, in der ich aufgewachsen bin, in einem Kontext mit diffusen familiären Wurzeln wiederzuerkennen. Obwohl ich schon seit vielen Jahren in Barcelona lebe, ist mein Blick immer noch von dieser anfänglichen Beziehung zur Natur geprägt.“
Welcher Reisetyp ist Lluís Tudela? „Ich reise immer gerne aus einem mit dem Ort verbundenen Grund, sei es ein Projekt, eine Zusammenarbeit oder ein Besuch bei jemandem. Normalerweise nutze ich berufliche Reisen, um über den Auftrag hinaus auch die kulturelle Dimension der Orte kennenzulernen, die ich besuche. In den letzten Jahren bin ich beispielsweise häufig nach Ägypten gereist, um mit einem Team von Archäologen in Sakkara zusammenzuarbeiten, was mir auch einen tieferen Bezug zur Umwelt ermöglicht hat. Ich behalte gern eine offene und improvisierte Haltung bei und lasse dabei Raum für Entdeckungen.“ Reise.“


