JetBlue-Flug meldet Beinaheunfall mit Militärflugzeug über der Karibik

Ein JetBlue-Flugzeug, das am Freitag von der Karibikinsel Curaçao abflog, war nach Angaben der Flugsicherung beinahe in eine Kollision in der Luft verwickelt.

Ein US-Militärflugzeug kreuzte kurz nach dem Start direkt vor dem Passagierjet, als dieser noch auf Reiseflughöhe stieg, so der JetBlue-Pilot auf der Aufzeichnung. Laut einem Bericht von ABC News sagt der Pilot in der Audioaufnahme, dass das Tankflugzeug der US-Luftwaffe sich dem JetBlue-Flugzeug bis auf fünf Meilen genähert habe.

Fluglotsen geben in der Aufzeichnung an, dass das Militärflugzeug seinen Standort nicht übermittelt habe und daher nicht entdeckt wurde.

„Wir hatten hier oben fast eine Kollision in der Luft“, sagte der JetBlue-Pilot in der Aufzeichnung. „Sie sind direkt in unserer Flugbahn vorbeigekommen … Sie haben ihren Transponder nicht eingeschaltet; das ist empörend.“

Der Vorfall ereignete sich dem Bericht von ABC News zufolge am 12. Dezember an Bord des JetBlue-Fluges 1112 von Curucao nach New York JFK.

Der Vorfall ist einer von mehreren aufsehenerregenden Beinaheunfällen, die sich im Laufe des Jahres 2025 ereignet haben. Diese Art von Beinaheunfällen steht seit etwa einem Jahr im Rampenlicht, nachdem im Januar 2025 in Washington D.C. bei einem tragischen Zusammenstoß in der Luft 67 Menschen ums Leben kamen. Zu diesem tödlichen Unfall gehörte auch ein Militärflugzeug, das in die Flugbahn eines Passagierflugzeugs geriet.

Nach dem Vorfall mit dem JetBlue-Flugzeug gab die FAA laut ABC eine Mitteilung an alle Luftmissionen (NOTAM) heraus, in der Piloten aufgrund von Berichten und anderen Hinweisen auf „nicht identifizierten Flugbetrieb“ bis Ende Dezember im Luftraum von Curaçao „äußerste Vorsicht“ geraten sollten, so ABC.