Neue vom World Travel & Tourism Council (WTTC) veröffentlichte Daten deuten auf ein nachhaltigeres Wachstum der US-amerikanischen Reise- und Tourismusbranche hin, da die Treibhausgasemissionen mit dem Wachstum der Branche weiter sinken.
Die neueste Environmental & Social Research (ESR) des WTTC zeigt, dass das BIP der Reisebranche zwischen 2019 und 2024 zwar um 1,8 Prozent pro Jahr stieg, die Emissionen jedoch um 1,7 Prozent zurückgingen, was auf einen positiven Wandel in der Branche hin zu mehr Nachhaltigkeit hindeutet.
„Dies ist ein sehr positives Zeichen und ein klarer Beweis dafür, dass US Travel & Tourism das Wachstum von den Auswirkungen auf die Umwelt entkoppeln kann“, sagte Gloria Guevara, Interimspräsidentin und CEO von WTTC. „Diese positive Entwicklung ist sowohl national als auch global von Bedeutung. Als weltweit größter Reise- und Tourismusmarkt haben die USA die einzigartige Chance, den globalen Übergang zu einer saubereren, wettbewerbsfähigeren Zukunft anzuführen.“
In den Vereinigten Staaten stammen 54 Prozent der Emissionen der Reisebranche aus dem Transport, einschließlich Bussen, Zügen und Flugzeugen. Vierzehn Prozent werden von Versorgungsunternehmen erzeugt, die in den USA immer noch größtenteils mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, während der Rest aus einer Kombination aus Produktion, Kraftstoffen, Landwirtschaft und anderen Quellen stammt.
Der kohlenstoffarme Energieverbrauch ist in den USA seit 2022 weitgehend gleich geblieben und beträgt etwa 5,2 Prozent des Gesamtverbrauchs in der Reisebranche. Dies liegt unter dem weltweiten Verbrauch und erinnert daran, dass das Land bei der Erzeugung erneuerbarer Energien im Rückstand ist.
Der ESR berichtete auch über die sozialen Auswirkungen, die die US-amerikanische Reise- und Tourismusbranche auf das Land hat. Im Jahr 2024 waren 9,5 Millionen Frauen direkt in der Branche beschäftigt, was 47,4 Prozent aller Arbeitsplätze in der Branche ausmachte. Das ist mehr als der Bundesdurchschnitt, der bei 45,6 Prozent liegt.
Die Jugendbeschäftigung ist ein weiterer wichtiger sozialer Sektor: Die Beschäftigung junger Erwachsener im Alter von 15 bis 24 Jahren ist seit 2024 um über 1,1 Prozent gestiegen, wobei 3,54 Millionen junge Menschen in der Branche arbeiten. Junge Erwachsene machen 23,7 Prozent der Arbeitsplätze in der Reisebranche in den Vereinigten Staaten aus und liegen damit deutlich über dem Landesdurchschnitt von 13,1 Prozent.
Dennoch ist die Zahl der US-Amerikaner, die hohe Löhne verdienen und direkt in der Branche beschäftigt sind, mit 25,5 Prozent gering. Dies liegt unter dem Bundesdurchschnitt von 50,7 Prozent und dem regionalen Durchschnitt der Reisebranche, der bei 29,5 Prozent liegt.