Die Federal Aviation Administration (FAA) hilft Boeing dabei, die Flugzeuge 737 MAX 7 und MAX 10 zu zertifizieren, während die Flugzeugmechaniker in einer Krise stecken und nach Angaben der IATA weltweit ein Rückstand von 17.000 neuen Flugzeugen besteht.
Der FAA-Administrator Bryan Bedford teilte Reuters diese Woche mit, dass die FAA dem inländischen Flugzeughersteller bei der Zertifizierung der kleineren Flugzeuge geholfen habe, Boeing aber noch viel Arbeit investieren müsse.
„Wir können ihnen nur helfen, dorthin zu gelangen, aber sie müssen die Arbeit machen, und sie machen die Arbeit“, sagte Bedford. „Ich glaube nicht, dass die FAA das Hindernis für die 7er- und die 10er-Zertifizierung darstellt.“
Führungskräfte von Boeing haben erklärt, dass sie damit rechnen, den Zertifizierungsprozess sowohl für die MAX 7 als auch für die MAX 10 abzuschließen, wobei allein für die MAX 10 über 1.200 Bestellungen im Auftragsbestand vorliegen.
Im Jahr 2025 bestellten zahlreiche globale und inländische Fluggesellschaften neue Flugzeuge beim Flugzeughersteller: Alaska Airlines, Delta, Emirates und Korean Air schlossen alle neue Verträge ab, von denen einige 38 Milliarden US-Dollar wert waren.
Und obwohl die FAA dem Unternehmen eine lächerliche Geldstrafe von 3,1 Millionen US-Dollar wegen Sicherheitsverstößen über einen Zeitraum von sechs Monaten auferlegte, die im Januar 2024 dazu führten, dass die Flugzeugtür der Alaska Airlines mitten im Flug explodierte, erhöhte sie bereits im Oktober die Produktionsobergrenze für die Produktion der MAX 737.
Die Produktionsobergrenze liegt nun bei 42 Flugzeugen pro Monat, sie wurde jedoch nach dem Türstopfen-Vorfall bei Alaska Airlines auf 38 reduziert, da es sich bei dem in den Vorfall verwickelten Flugzeug um denselben Typ handelte.
Doch Produktionsbeschränkungen und große Rückstände sind nicht das einzige Problem für Boeing, sondern auch die Personalausstattung. Mitte Januar veröffentlichte Boeing Stellenangebote für Schichtleiter der 737 North Line.
Während der Hersteller im Jahr 2024 von Streiks der Flugzeugmechaniker-Gewerkschaft geplagt wurde, stellten führende Regierungsvertreter im Jahr 2025 das Ende der DEI-Programme in Frage, um zur Lösung des Mangels an Flugzeugmechanikern und -mechanikern beizutragen. Flugzeugmechaniker sind größtenteils Männer, das Durchschnittsalter liegt bei 54 Jahren. Eine alternde Berufsbevölkerung ohne jüngere Leute als Ersatz könnte den Rückstand bei der Flugzeugproduktion weiter verschärfen.