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Der Warndt

empfehlenswerter Link:
link warndt.eu

Orte im Warndt
(* – in Frankreich)
erstellt am 27/1/2008

Der Warndt ist ein ausgedehntes, rund 5 000 Hektar großes Waldgebiet beiderseits der saarländisch-lothringischen Grenze westlich von Saarbrücken und heute ein beliebtes Naherholungsgebiet. Die Landschaft des Warndt besteht geologisch aus Buntsandstein, der von Eisenerzbändern durchzogen wird und auf Steinkohle lagert.

Das Gebiet wird von der Saar und zwei ihrer linksseitigen Zuflüsse begrenzt, der Bist im Norden und der Rossel im Süden. Durchflossen wird es vom Lauterbach, ebenfalls ein Saarzufluss. Genau genommen fließt der Lauterbach in Geislautern in die Rossel und dieselbe in Wehrden in die Saar.

Der Name "Warndt" wird in einer Schenkungsurkunde Kaiser Ottos III. im Jahre 999 erstmals schriftlich erwähnt.

Als "verwarnter", für die Untertanen verbotener Wald war der Warndt seit dem Mittelalter ein herrschaftliches Jagdrevier. Landesfürst Ludwig von Nassau-Saarbrücken ließ sich 1717 in Karlsbrunn ein Jagdschloss errichten und nutzte es oft für große und mehrere Tage dauernde Jagden. Im Jahr 1815 zog die staatliche Forstverwaltung in das Anwesen ein.

Im 17. Jahrhundert war der Warndt Zufluchtsort der frankophonen Hugenotten, ihre Ansiedlungen im Warndt, in Ludweiler, lösten dabei eine nachhaltige Wirkung auf die Region aus, da sie das Glasbläserhandwerk mitbrachten und die Glasindustrie an der Saar einführten [vgl. Gersweiler, Karlsbrunn, Fenne]. Der Holzreichtum des Warndt wurde zum Befeuern von Glashütten verwendet, unterirdische Kohlelager werden teilweise noch heute abgebaut. Die Kunst der Glasbläser lässt sich heute in der Demonstrationsmanufaktur von Villeroy & Boch in Wadgassen besichtigen.


Historische Karte
Quelle: link warndt.eu