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Kerlingen
letzte Änderung: 10/2/2008


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« Drei Kapuziner »
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Die Kultstätte "Drei Kapuziner"
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Eine Besonderheit in Wallerfangen ist das gallo-römische Götterbild im "Blauwald", dem der Volksmund den Namen "Drei Kapuziner" gegeben hat. Hierbei handelt es sich nicht etwa um Klosterbrüder, sondern um keltisch-römische Götter. Die in eine Felswand gemeißelten Bilder (Photo) sollen die Gottheiten Nontosuelta und Sucellus darstellen. Nontusuelta war die Schutzgöttin von Haus und Hof, aber auch der Unterwelt. Sie hielt einen Stab mit einem kleinen Haus obendrauf. Dieser stellte die Verbindung der guten Geister unter der Erde mit der Menschenwelt dar. Sucellus war der Gott der Bergleute und Schmiede, der Landwirtschaft und des Waldes. Neuerdings wird allerdings verstärkt auch die Meinung vertreten, dass die Bildnisse römische Fabrikarbeiter darstellen. Wie dem auch sei. Interessant sind die Figuren allemal. Die "drei Kapuziner" finden Sie auf einem reizvollen Wanderweg im Blauwald zwischen Kerlingen und Wallerfangen.


Kerlingen: Auch "Kirlinga" gehörte zu den Pfarreien, die um 950 nach Mettlach wallfahren sollten. Die erste urkundliche Erwähnung findet man in einer Abhandlung über die Deutung des Namens der Stadt Düren bei Aachen. Der Verfasser bezieht sich ausdrücklich auf den Kreis Saarlouis und erwähnt 1123 ein Karlingis. 1154 bestätigt Papst Hadrian IV. die Grundrechte der Abtei Fraulautern, die 1294 auch vom Herzog von Lothringen bestätigt wurden. Neben der Äbtissin von Fraulautern werden als Grundherren noch Friedrich von Bitsch, der Herzog von Lothringen und die Bürgerfamilie Eylkzebeth Scyley aus Metz genannt. Von Kerlingen liegen uns folgende Schriftbilder vor: 1123 Karlingis, vorher um 950 Kirlinga, 1183 Keirlingen, 1294 Kir-lingen, 1356 Kerlinga und im gleichen Jahr Kerchelingen.

Motte geht in einer frühen Deutung von dem keltischen "ker" = Haus, Hof, Heim aus. Dieses "ker" finden wir heute noch in vielen Ortsnamen in der Bretagne. Es ist jedoch kaum anzunehmen, daß die Franken ein keltisches "ker" mit ihrer Endung — in-gen — als Ortsnamen verwandten. Die Schreibweise von 1123 "karlingis" weist wohl den richtigen Weg: Kerlingen ist das Dorf, das "zu den Leuten des Karl" gehörte.