siehe auch Schacht Alsbach (Burbach)
Grube Luisenthal
Von Harald Freis, 26.01.2004 – Quelle:
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1899 begann das Teufen des Richardschachtes als Förderschacht und des Dellbrückschachtes als Wetterschacht.
Neben dem ersten Wetterschacht teufte man ab 1.April 1905 einen zweiten Frischwetterschacht ab. Anläßlich des Besuches des preußischen Ministers für Handel und Gewerbe, Dr. Delbrück, im Jahre 1907 erhielten die "Klarenthalschächte I und II" die neuen Namen "Delbrückschächte I und II".
1. April 1905 Abteufe von Richard II als zweiter Frischwetterschacht.
Ab 17. Mai 1910 teufte man den Ostschacht ab, welcher ab 1920 "Calmeletschacht", dann "Klarenthalschacht" genannt wurde.
Der 31.März 1954 war der Teufbeginn zum "Alsbachschacht".
1957 wurde ein Band-Stollen unter der Saar hindurch zur Kokerei Fürstenhausen gefahren.
Am 7.2.1962 erschütterte eine Schlagwetterexplosion das Alsbachfeld. 299 Kumpel wurden dabei getötet. [siehe SR-Beitrag auf der rechten Seite!]
1966 wurde das Feld der Grube Victoria übernommen, deren Schacht 2 heute noch der Wasserhaltung dient.
1992 entstand durch Zusammenlegung mit dem Bergwerk Warndt das Verbundbergwerk Warndt / Luisenthal
1995 wurde der Förderstandort Luisenthal aufgegeben.
Heute dienen die Schächte noch der Materialförderung.
Staatliches Konservatoramt:
Denkmalliste des Saarlandes.
Grube Luisenthal (entstanden von 1897 an als Tochtergrube der Grube Gerhard, heute Hauptschachtanlage des Bergwerks Luisenthal), Fördermaschinenhaus I. Erbaut vor 1903 an dem 1899 angehauenen Richard-Schacht I (in der Völkerbundszeit Davy-Schacht I). Sandsteinquaderbau mit hohen Rundbogenfenstern und bossierten Lisenen.
ehem. Inspektionsgebäude (Parkstr.). Schlichter zweigeschossiger Sandsteinquaderbau, erbaut um 1900 als Verwaltungsgebäude der Berginspektion II. Dachgeschoß nachträglich ausgebaut. Davor ovales Wasserbecken mit gußeiserner Einfassung in gotisierenden Formen.
ehem. Waschkaue, später Mechanische Werkstatt (Parkstr.). Historisierender Sandsteinquaderbau mit bossierten Lisenen und Rundbogenfriesen, um 1905.
sog. Villa Stutz (Parkstr.). Erbaut um 1910/20 als Direktorenwohnhaus, benannt nach dem ersten Bewohner, Bergrat Stutz. Barockisierender Putzbau, zweigeschossig mit Lisenengliederung und Mansarddach. An der Gartenseite gerundeter Standerker mit Halbsäulenvorlagen und eine balustradengesäumte Terrasse. Mundloch des Veltheim- und Albert-Stollens: siehe Straße des 13. Januar 273. Mundlöcher des Alsbach-Stollens: siehe Denkmalliste SAARBRÜCKEN, Altenkessel.
Doppelmundloch (Straße des 13. Januar 273) des 1837 angesetzten Veltheim-Stollens (rechts) und des jüngeren Albert-Stollens, die dem Kohlentransport von der Grube Gerhard (später auch von der Püttlinger Grube Viktoria) und von der Grube Luisenthal an die Schiffsanlegestelle Luisenthal dienten. Gotisierende Sandsteinarchitektur mit Rundbogenfriesen und Blendmaßwerk, stark restauriert.