St. Wendel - Magdalenenkapelle
66606 St. Wendel, Kreis St. Wendel
erstellt am 9/7/2005 – letzte Änderung: 16/7/2006


Magdalenenkapelle (rechts)
nach einer Zeichnung von Wingertszahn

Hinter der Fassade des in Basilikanähe befindlichen Barockgebäudes Nr. 38 in der Balduinstraße vermutet kaum jemand die ehemalige Magdalenenkapelle. Von der Hofseite aus sind aber die gotischen Spitzbögen gut erkennbar. Die Grundsteinlegung der Kapelle ist unklar. Erwähnt ist sie erstmals 1343.Geweiht ist die Kapelle der hl. Maria Magdalena. Bis der "Wendelsdom" gebaut wurde, verwahrte man hier die Reliquien des hl. Wendalinus.

Bei einer großen Feuersbrunst, die 1591 in St. Wendel schwere Schäden verursachte, wurde der Dachstuhl stark beschädigt. In der französischen Revolution wurde die Magdalenenkapelle im Jahr 1795 verstaatlicht und als Hafermagazin umfunktioniert. Damit war das Ende der Nutzung als Kapelle besiegelt. Danach wurde sie zeitweise genutzt als Wohnung, Schule, Verwaltung, Kaserne und Bücherei genutzt. 1979 verkaufte die Kirche das Gebäude an einen Architekten, der mit umfangreichen Renovierungsarbeiten begann. In einem Gewölbekeller befindet sich heute eine Gastwirtschaft, die restlichen Räume sind privat vermietet.

Quelle: link www.bostalsee.de

St. Wendel | www.saarlandbilder.netKarte