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Dörrenbach
letzte Änderung: 8/1/2008

Oster ab- und aufwärts
entlang der Ostertalbahn

© link Landesamt für Kataster-,Vermessungs- und Kartenwesen

Sehenswert: ev. Kirche 14.-18.Jh. Kanzel 1600

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Ostertalbahn in Dörrenbach
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Dörrenbach gibt es auch anderswo:
Dörrenbach in der Pfalz link www.doerrenbach.de

Das Ostertal war Bodenfunden zufolge bereits in prähistorischer und römischer Zeit bewohnt. In der Ortsmitte von Dörrenbach wurde am 11. März 1999 bei Bauarbeiten ein spätantiker Viergötterstein gefunden; er gehörte mutmaßlich zu einer Jupitergigantensäule einer Villa rustica.

In einer Urkunde vom 17. November 880 schenkt Ludwig der Deutsche ein königliches Lehen Osternaha der Frankfurter Salvatorkapelle. Dies ist die erste bekannte Erwähnung des mittleren Ostertals im Mittelalter. Die Anfänge der Besiedlung Dörrenbachs sind nicht klar dokumentiert.

Im 14. Jahrhundert bestand laut kirchlichen Urkunden eine - möglicherweise schon um Jahrhunderte ältere - Kapelle mit massivem romanischem Kirchturm, die gemeinsam mit derjenigen von Werschweiler zur Pfarrei St. Wendel und damit zu Kurtrier gehörte. Im 15. Jahrhundert gab es eine größere Kirche mit Langhaus, die eine eigene Pfarrei konstituierte. Die Baugeschichte weist Parallelen zur ehemaligen Kirche von Fürth im Ostertal auf, von der nur der wehrhafte Turm erhalten ist.

In dieser Zeit war die territoriale Zugehörigkeit der Ostertaler Güter umstritten und wechselte häufig. So erklärt es sich, dass die geografisch eng beieinander liegenden Orte im Ostertal dennoch ihre individuelle Landesgeschichte haben. Am Ende (spätestens seit 1542) gehört Dörrenbach wie Fürth zu Nassau-Saarbrücken - im Unterschied zu beispielsweise Niederkirchen 3 km nördlich, das Pfalz-Zweibrücken durch Erbfall zugefallen war.

1575 wird in Dörrenbach wie überall in der Grafschaft Nassau-Saarbrücken die Reformation eingeführt.

Im 30-jährigen Krieg wird das gesamte Ostertal schwer verwüstet und entvölkert.

Im 18. Jahrhundert kommt es zu einer wirtschaftlichen Erholung unter dem Haus Nassau-Usingen. Die Reformation verbleibt.

Nach der Besetzung durch französische Revolutionstruppen im Jahr 1793 wird Dörrenbach - wie das gesamte mittlere Ostertal - Teil des Departement de la Sarre. Nach dem Wiener Kongress 1815 teilt es die Geschichte Sankt Wendels (Fürstentum Lichtenberg bis 1834, preußische Rheinprovinz bis 1920, Saargebiet bis 1935).

Nach dem Zweiten Weltkrieg kommt Dörrenbach 1947 zum Saarland. Bei der Kreisreform 1974 wird die zuvor selbstständige Gemeinde als Stadtteil Sankt Wendel zugeschlagen. Quelle: link de.wikipedia.org