www.saarlandbilder.net | karte | ortsverzeichnis
St. Ingbert Karte Geschichte Stiefel Kirchen Alte Schmelz Rischbachstollen Glashütte
Geistkircher Hof Hassel Oberwürzbach Reichenbrunn Rentrisch Rittershof Rohrbach Sengscheid
St. Ingbert
letzte Änderung: 5/11/2007


Großer Stiefel
siehe auch: Stiefel - Burgstelle (mit Karte)


"Hänsel und Gretel" - röisches Relief bei Sengscheid
mehr dazu: Hänsel und Gretel


"Hänsel und Gretel"
Quelle: link www.wandernmithans.de


Horstebrunnen
Quelle: link www.wandernmithans.de

GemeindenSaarbilderwww.saarlandbilder.netKarte
Ortsverzeichnis


© Harald Freis bei link www.fotocommunity.de

Die Hauptstraße von St. Ingbert wird durch einige beachtenswerte Bürgerhäuser des 18. und 19.Jh. geziert. Leider ist das Ensemble v.a. in den 60-er und 70er Jahren des 20.Jh. durch Neubauten stark beeinträchtigt worden, während die Stadt im Zweiten Weltkrieg glimpflich davonkam.

geschichtliches: (nach Dehio)
Nach der Legende wurde St. Ingbert durch den Heidenbekehrer Ingobertus gegründet. Urkundlich wird der Ort1180 erstmals genannt. Seit dem 14.Jh. befindet sich St. Ingbert z.T. im Besitzdes Trierer Erzbischofs. 1553-1634 befindet es sich im Pfandbesitz vin Nassau-Saarbrücken, aber wird später wieder trierisch. 1637 zerstörte ein verheerender Brand den gesamten Ort. 1661 ging St. Ingbert als kurtrierisches Lehen an die Grafenvon der Leyen (vgl. Blieskastel). Wirtschaftliche Grundlage des seit 1661 neubesiedelten Ortes wurde der im 17.Jh. begonnene Kohlenbergbau. Es folgte 1732 das erste Eisenwerk, 1763 die erste Glashütte. Seit 1829 ist St. Ingbert Stadt. ( mehr)

Der Stiefel bei St. Ingbert ist eine uralte Kultstätte. Das Bergplateau war durch einen heute kaum noch erkennbarem Ringwall befestigt. An seiner Nordspitze befindet sich die eigentümliche namensgebende Felsformation, die offenbar zu kultischen Zwecken genutzt wurde (im oberen Bild). An der Südspitze finden sich die Reste einer kleinen salischen Turmburg.

Südöstlich von Sengscheid findet sich in einem Talende im Wald (vgl. Karte) ein gallorömisches Relief zweier Gottheiten, im Volksmund "Hänsel und Gretel" genannt (im unteren Bild).

Ortsteile: Elsterstein, Ettental (bei Oberwürzbach), Füllembusch, Geistkircherhof, Glashütterhof, Hassel, Mühlwaldsiedlung, Haus Waldeck, Hof Hochscheid, Oberwürzbach, Reichenbrunn, Rentrisch, Rittershof I und II, Rittersmühle, Rohrbach, Schüren, Sechseichen, Sengscheid, Sitzweiler Hof


Rohrbacher Mühle
Bild: link www.st-ingbert.de


Relief am Schafkopf
Bild: link www.wandernmithans.de

St. Ingberter Mühlengeschichte
Quelle: link www.st-ingbert.de

Auf dem Parkplatz des Mühlwald-Stadions wurde bei Ausschachtungsarbeiten die aus Eichenholz gefertigte Achse des Mühlrades entdeckt, das früher einmal des Mahlwerk der "Obermühle" angetrieben hat.

Ein Stück St. Ingberter Geschichte ausgegraben hat kürzlich ein Baggerführer bei Ausschachtungsarbeiten zum Bau eines Regenrückhaltebeckens in der Nähe des Mühlwald-Stadions. Das etwa drei Meter lange Rundholz mit einem Durchmesser von etwa fünfzig Zentimetern konnte schnell als die Achse eines Mühlrades identifiziert werden.

Diese Achse gehörte offensichtlich zu der 1740 erbauten Obermühle, die erst 1960 abgerissen wurde. Außer dieser Obermühle gab es in St. Ingbert noch die "Stadtmühle" am Maxplatz, die bis zu ihrem Abriss im Jahre 1972 von der Stadtverwaltung als Wohngebäude genutzt wurde. Erhalten geblieben sind bis auf den heutigen Tag die Rohrbacher Mühle und die Rittersmühle, die zum Ortsteil Oberwürzbach gehört.

Wann in St. Ingbert die erste Mühle erbaut wurde, lässt sich nicht genau nachweisen. Die erste Urkunde, die die Existenz einer Mühle auf St. Ingberter Bann bezeugt, stammt aus dem Jahre 1329.

Im Mittelalter gab es fast in jedem Dorf eine Mühle, die in der Regel dem Grundherrn gehörte. Damit es diesen Mühlen nie an Kundschaft fehlte, waren die Bauern gezwungen, ihr Getreide in diesen herrschaftlichen Mühlen mahlen zu lassen. Im Mittelalter dürfte in St. Ingbert auch eine Säge- und Ölmühle existiert haben.

Der große Brand, der 1637 St. Ingbert zerstörte, dürfte auch alle Mühlen ausgelöscht haben. In der Mitte des 18. Jahrhunderts wurden dann die "Obermühle" und die "Stadtmühle" errichtet, die aber ihre Kundschaft verloren, als sich St. Ingbert im folgenden Jahrhundert vom Bauerndorf zur Industriestadt entwickelte.

Obermühle

Im Jahre 1740 wurde in St. Ingbert eine zweite Mühle erbaut, die sogenannte "Obermühle", die sich in unmittelbarer Nähe des heutigen Mühlwald-Stadions befand. Das Gebäude, das später vom St. Ingberter Eisenwerk als Wohnhaus genutzt wurde, musste 1960 dem Bau eines Sportplatzes weichen.

Stadtmühle

Die 1725 errichtete Stadtmühle, in St. Ingbert als das "Mühleck" bekannt, musste 1973 dem Neubau einer Straße weichen. Die vierzehn Familien, die bis dahin in der alten Stadtmühle gewohnt hatten, wurden von der Stadtverwaltung in neuen Wohnungen untergebracht.