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St. Ingberter Mühlengeschichte
Quelle:www.st-ingbert.de
Auf dem Parkplatz des Mühlwald-Stadions wurde bei Ausschachtungsarbeiten die aus Eichenholz gefertigte Achse des Mühlrades entdeckt, das früher einmal des Mahlwerk der "Obermühle" angetrieben hat.
Ein Stück St. Ingberter Geschichte ausgegraben hat kürzlich ein Baggerführer bei Ausschachtungsarbeiten zum Bau eines Regenrückhaltebeckens in der Nähe des Mühlwald-Stadions. Das etwa drei Meter lange Rundholz mit einem Durchmesser von etwa fünfzig Zentimetern konnte schnell als die Achse eines Mühlrades identifiziert werden.
Diese Achse gehörte offensichtlich zu der 1740 erbauten Obermühle, die erst 1960 abgerissen wurde. Außer dieser Obermühle gab es in St. Ingbert noch die "Stadtmühle" am Maxplatz, die bis zu ihrem Abriss im Jahre 1972 von der Stadtverwaltung als Wohngebäude genutzt wurde. Erhalten geblieben sind bis auf den heutigen Tag die Rohrbacher Mühle und die Rittersmühle, die zum Ortsteil Oberwürzbach gehört.
Wann in St. Ingbert die erste Mühle erbaut wurde, lässt sich nicht genau nachweisen. Die erste Urkunde, die die Existenz einer Mühle auf St. Ingberter Bann bezeugt, stammt aus dem Jahre 1329.
Im Mittelalter gab es fast in jedem Dorf eine Mühle, die in der Regel dem Grundherrn gehörte. Damit es diesen Mühlen nie an Kundschaft fehlte, waren die Bauern gezwungen, ihr Getreide in diesen herrschaftlichen Mühlen mahlen zu lassen. Im Mittelalter dürfte in St. Ingbert auch eine Säge- und Ölmühle existiert haben.
Der große Brand, der 1637 St. Ingbert zerstörte, dürfte auch alle Mühlen ausgelöscht haben. In der Mitte des 18. Jahrhunderts wurden dann die "Obermühle" und die "Stadtmühle" errichtet, die aber ihre Kundschaft verloren, als sich St. Ingbert im folgenden Jahrhundert vom Bauerndorf zur Industriestadt entwickelte.
Obermühle
Im Jahre 1740 wurde in St. Ingbert eine zweite Mühle erbaut, die sogenannte "Obermühle", die sich in unmittelbarer Nähe des heutigen Mühlwald-Stadions befand. Das Gebäude, das später vom St. Ingberter Eisenwerk als Wohnhaus genutzt wurde, musste 1960 dem Bau eines Sportplatzes weichen.
Stadtmühle
Die 1725 errichtete Stadtmühle, in St. Ingbert als das "Mühleck" bekannt, musste 1973 dem Neubau einer Straße weichen. Die vierzehn Familien, die bis dahin in der alten Stadtmühle gewohnt hatten, wurden von der Stadtverwaltung in neuen Wohnungen untergebracht.