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Schmelz
Birg bei Limbach
Bettingen
letzte Änderung: 11/10/2007


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Sehenswert: Mühlenberg - Burgstelle – Bettinger Mühle
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Burgen & SchlössersaarlandbilderKarte
Ortsverzeichnis


Bettinger Mühle
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Burgstelle Mühlenberg
Quelle: Robert SEYLER, Burgen und Schlösser im Land an der Saar. Die Burg auf dem Mühlenberg von Schmelz-Bettingen.
ZGSaargegend 9, 1959


Burgstelle Mühlenberg anro 1985

Bettinger Eisenschmelze
«Q 06 - OV - Schmelz – Schmelzer Tiegel Diplom - Karl Hutte, DF4VQ – Quelle: link www.saarbierfreund.de/ov-q06/
Warum Schmelzer Tiegel Diplom ??»

Die Gemeinde Schmelz hat ihren Namen von einer früheren Eisenschmelze, die im ausgehenden 17. Jahrhundert von der französischen Familie de Lenoncourt gegründet wurde. Charles Henry Gaspard de Lenoncourt erhielt 1686 vom französischen König Ludwig XIV eine Hüttenkonzession für seine Herrschaft in Dillingen, zu der auch Bettingen, heute Ortsteil von Schmelz, gehörte. Die Bettinger Schmelze lag am Ufer der Prims und bestand zeitweise aus zwei Schmelzöfen (Tiegel), einem Pochwerk und einer Gießerei für Takenplatten und Haushaltsgegenständen. Das Erz für die Anlage wurde im Tagebau im Gebiet Lebach, Gresaubach und Rümmelbach gewonnen. leicht fiel auch die Holzkohlengewinnung, da Holz aus der waldreichen Gegend reichlich vorhanden war. Die Wasserkraft der Prims wurde zum Antrieb des Ofengebläses und der Pochhämmer genutzt. Nach der Umstellung von Holzkohle auf Kohle und Koks gab es zu viele Standortnachteile, da die Kohle aus den weiter entfernten saarländischen Kohlegebieten herangeschafft werden mußten, so daß die Eisenschmelze im Jahre 1868 schließen mußte.

Das Wappen von Schmelz, im Jahre 1953 verliehen, erinnert an die frühere Eisenschmelze. Entworfen von dem Heraldiker Kurt Hoppstädter, trägt es folgende offizielle Beschreibung:

"In Silber ein rotgeschupptes Kreuz, belegt mit einem silbernen Herzschild; darinnen auf grünem Boden ein schwarzer, weißgefugter Schmelzofen mit rotem Anstrich und roter Flamme".

Zur Erläuterung:

Das rote Schuppenkreuz ist dem Wappenschild der Familie de Lenoncourt entnommen. der schmelzofen (Tiegel) erinnert an die Eisenindustrie. die schwarze Farbe des Ofens deutet auf die Holzkohlebefeuerung, die weißen Fugen auf weißen Rauch, der aus den Schloten stieg. Die grüne Farbe am Boden des Ofens weist auf die grünen Wiesen des Primstals hin. der rote Abstrich symbolisiert das glühend-flüssige Eisen.

Heute steht im Industriegebiet Süd von Schmelz wieder ein Schmelzofen, aber im Betrieb der BAUGLASINDUSTRIE wird kein Eisen, sondern Glas geschmolzen.