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Grubensiedlung Reden
66578 Landsweiler-Reden, Schiffweiler, Kreis Neunkirchen
letzte Änderung: 19/2/2005

ehemalige Grubensiedlung Madenfelderhof,
Landsweiler-Reden/Schiffweiler
Madenfelderhofstraße 1-47 (ungerade Nrn.), 4-62 (gerade Nrn.)
Koloniestraße 1-27 (ungerade Nrn.), 2-32 (gerade Nrn.)

Quelle: link www.memotransfront.uni-saarland.de

Baugeschichte; Quellen und weiterführende Literatur

Baugeschichte

1920-1921 errichteten die Mines Domaniales für die Grube Reden eine neue Werkssiedlung, zeitgenössisch auch Kolonie genannt. Entgegen dem im preußischen Saarrevier vorherrschenden System des Hauseigentums entschied man sich, dem in Frankreich üblichen System der Mietwohnungen zu folgen. Rund 40 schmucklose Doppelhäuser in vier Gebäudetypen wurden in Reihung direkt unterhalb der Redener Bergehalde errichtet: teils traufständig, teils giebelständig. Der abwechselnde Einsatz von vier Gebäudetypen lockert das Siedlungsbild auf. Davor pflanzte man Platanen, eine für französische Dorf- und Stadtzentren typische Bepflanzung. Die isolierte Lage, die ländliche Siedlungsstruktur mit kleinen Grundstücken um die Doppelhäuser und die einheitliche Architektur mit variierenden Haustypen waren den preußischen Bergbausiedlungen vergleichbar. Die an französische Lebenswelt erinnernde Bepflanzung ist ungewöhnlich, da von den Mines Domaniales in anderen Siedlungen des Saargebietes keine solchen Maßnahmen bekannt sind. Insgesamt spiegelt die denkmalgeschützte Siedlung damit die unterschiedlichen nationalen Einflüsse im Grenzraum wider. Die soziale Isolation der zugewanderten Familien wurde durch die isolierte Form der Ansiedlung abseits bestehender Ortskerne über Jahrzehnte hin verstärkt.

Gerhild Krebs

Quellen und weiterführende Literatur

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