Stadtrundgang Saarlouis
erstellt am 7/1/2005
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Sie wurden im Zuge der Erweiterung der Festungsanlagen in den Jahren 1824 bis 1829 von den Preußen im Bereich des Hauptwalles als bombensichere Verteidigungsanlagen gebaut. Die mit Erde bedeckten Gewölbe dienten im Verteidigungsfalle Soldaten und Pferden als Unterkünfte und als Gefechtsstände. In Friedenszeiten lagerte man dort Proviant und Waffen.

In den 70er Jahren wurden die Kasematten östlich der Deutschen Straße in Privatinitiative liebevoll restauriert. Die Stadt selbst gab dazu das Startzeichen mit der Restaurierung der ersten beiden Gewölbeachsen. Geschmackvoll eingerichtete Gastronomiebetriebe hielten Einzug und es entstand "die längste Theke des Saarlandes". Bis heute sind die "Kasematten" ein begehrtes Ziel für Liebhaber gepflegter Gastlichkeit.

In einer 2003 begonnenen technisch und finanziell sehr aufwendigen neuerlichen Generalsanierung erhielt die östliche Kasemattenzeile jetzt wieder ihr ursprüngliches historisches Erscheinungsbild zurück. Im Zuge dieser Maßnahme wurde neben der Erneuerung der Ver- und Entsorgungsanlagen der Erdwall einschließlich der vormals dort vorhandenen Geschützstellungen neu modelliert und die Sandsteinfassade komplett saniert. Über eine Treppenanlage und einen auf dem Wall angelegten Fußpfad wird die Kasematte nach ihrer Fertigstellung für geführte Besuchergruppen begehbar sein. Die mit einer städtischen Investition von knapp 5 Mio. Euro verbundene Maßnahme war zur Substanzsicherung unabwendbar. Damit hat die Stadt Saarlouis dieses so wertvolle historische Kleinod auf Dauer vor dem Verfall gerettet.

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