Rodenhof
66113 SaarbrückenStadtverband Saarbrücken
Kriegszerstörungen 1945
letzte Änderung: 15/2/2005

rot = Römerstraße (Grülingstraße) Saarbr. – Ottweiler - ... - Mainz

Hinter dem Hauptbahnhof beginnnt am Rodenhof die Grülingstraße. Im wesentlichen der Trasse der Römerstraße in Richtung Mainz folgend wurde sie unter Napoleon Anfang des 19.Jh. neu angelegt und ist Heute bis Bildstock erhalten. Durch die A623 zum Autobahndreieck Friedrichsthal ist ihr Verlauf jedoch über längere Strecken hinweg verwischt.


Realschule im Ludwigspark
An dieser Stelle stand einst das Schloß Ludwigsberg
anro 26/1/2005


Ein Mauerrest aus der Schloßzeit (?)
anro 26/1/2005

RömerstrassenSaarbrückenwww.saarlandbilder.net

ehem. Schloß Ludwigsberg


Plan von F. Köllner
Quelle: link members.aol.com/ersludwig/

Ludwigsberg und Dianenhain. Forst- und Parkgelände zwischen den Ortsteilen Rodenhof und Rußhütte, unter Fürst Ludwig von Nassau-Saarbrücken ab 1769 sukzessive als Landschaftspark gestaltet und mit zahlreichen Kleinarchitekturen ausgestattet, bereits 1793 zerstört. Später zum Teil als öffentlicher Park hergerichtet (Ludwigspark, 1896/97) und in Randbereichen überbaut. Grundzüge der ursprünglichen Anlage noch ablesbar, so der Umriß des Schloßplateaus (heute hier die Realschule Ludwigspark), das sternförmige Achsensystem des Dianenhains und Standorte verschiedener Gartenarchitekturen. Reste eines Parktors verbaut im Anwesen Am Torhaus 19. Von einem wohl in die Gesamtanlage einbezogenen landwirtschaftlichen Anwesen, dem Rodenhof, ein Flügel erhalten (s. Grülingsstraße 91).
Quelle: link www.denkmal.saarland.de

Schloß und Gartenanlagen
Quelle: link members.aol.com/ersludwig/

Fürst Ludwig von Nassau-Saarbrücken "begann 1769 nach und nach das herrligste Lusthauss nach englischem Geschmack", abseits von der Stadt und der Repräsentation, in scheinbarer Rückkehr zur Natur im Rousseau'schen Sinne". Ein hügeliges Waldstück, unweit von Malstatt und St. Johann, in Sichtbeziehung zur Saarbrücker Residenz und dem St. Johanner Untertor -"point de vue"-, war als Standort ausersehen.

[In den ersten Jahren wirkte vor allem Fr.J. Stengel als Baudirektor mit. Nach dessen Ausscheiden im Jahre 1775 waren an den Bauarbeiten am Ludwigsberg als Leiter vorübergehend Joh. Herm. Joseph von Waldner-Freundstein und von 1783 Johann Philipp von Welling tätig, bis dann im Jahre 1785 der Sohn des großen Stengel, Balthasar Stengel, die Bauleitung übernahm. Als Gartenarchitekten schufen Ludwig Wilhelm Köllner und nach ihm sein Bruder Friedrich Christian Köllner die Parkanlagen. von letzterem stammt der [links] wiedergegebene Plan zum Park des Ludwigsberges, der im Jahre 1770 ausgeführt wurde.] (Quelle: Saarbrückens Vergangenheit im Bilde)

Friedrich Chr. Koellner, Sproß einer alten Gärtnerfamilie, war nach dem Studium in Frankreich und England nach Saarbrücken zurück gekehrt. Ludwig beauftragte ihn mit "Planungen im neuen englischen Stil", wie er sie selbst auf seinen Reisen kennengelernt hatte. Der Planung zufolge wurde das Gelände aufgeschüttet bzw. eingeebnet und mit einem Tannenwald bepflanzt.


im Ludwigspark (Blick Richtung ev. Kirche Malstatt)
anro 26/1/2005

Burgen & Schlösser


© link Realschule Im Ludwigspark


© link Realschule Im Ludwigspark

Plan vom Ludwigsberg
Quelle: link members.aol.com/ersludwig/

Der erste Entwurf der Ludwigsberger Gartenanlage stammt vermutlich aus dem Jahr 1769. Er zeigt deutlich die Elemente des anglo-chinesischen Stils, je- doch auch süddeutsche Einflüsse. Laut Karl Lohmeyer gehörte er nach seiner Verwirklichung 1770 zu den frühesten Gärten auf dem Kontinent.

Plan Unten: Friedrich Koellner: Wohl spätere Phase der Ludwigsberger Tannenwaldplanung

Pressemitteilung der Landeshauptstadt (2.6.2004)

4 Ansichten vom Ludwigsberg
Quelle: link Realschule im Ludwigspark

weitere noch sichtbare Reste der Anlage

Staatliches Konservatoramt: link Denkmalliste des Saarlandes:

Am Torhaus 19 Bilder

Reste eines um 1790 entstandenen halbrunden Torturmes der Parkanlage Ludwigsberg, verbaut in einem Wohnhaus des 19. Jahrhunderts.

Grülingsstr. 91 Bilder

Rodenhof. Eingeschossiges Gebäude mit Krüppelwalm-Mansarddach, um 1765. Einzig erhaltener Teil eines ursprünglich vier Flügel umfassenden herrschaftlichen Gehöfts. Heute Gaststätte.