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Schacht Gegenort (Grube Dudweiler)
Quelle:www.denkmal.saarland.de
Bestand: Am Gegenortschacht 8/10, 12/14, 18.
Das kleine Ensemble setzt sich zusammen aus zwei Doppelhäusern für Beamte und einer repräsentativen Direktorenvilla, die 1906- 08 nebeneinander, jedoch in deutlicher hierarchischer Abstufung vom Bergfiskus erbaut worden sind. Sie gehörten zur nahegelegenen Schachtanlage Gegenort der Grube Dudweiler. Das Ensemble schließt die Einfriedungen der Grundstücke und den vorgelagerten Straßenraum mit Baumbestand mit ein.
- Ehem. Direktorenvilla der Grube Dudweiler. Stattliches dreigeschossiges Wohnhaus des späten Historismus, bezeichnet 1907, mit Jugendstilanklängen im Detail.
Ort großer Bergfeste: Der historische Festplatz der Dudweiler
Hauptgrube Hirschbach, heute noch erkennbar an den
parallelen Baumreihen. – Photo: Delf Slotta –www.delfslotta.de
Hirschbachstollen
Quelle:www.denkmal.saarland.de
Mundloch des Hirschbachstollens (In den Rodhecken), 1866 angehauen als Tagestollen zum Scalleyschacht III der seinerzeit bedeutenden Grube Dudweiler (1920 in Grube Hirschbach umbenannt, stillgelegt 1952). Schlichte Sandsteineinfassung des Stollenmundeinschnitts, Inschrifttafel Grube Duttweiler.
Schachtanlage Pascal (Grube Jägersfreude)
Quelle:www.denkmal.saarland.de
Bild rechts: Photo aus den 50-er Jahren mit Pascal-Schacht – ©
www.zeitensprung.de
Bestand: Ehem. Zechenhaus und Kaffeeküche (Albertstr. 8), Einfriedung zur Straße.
Der Albert-Schacht, ab 1922 Pascal-Schacht genannt, war eine Nebenschachtanlage der Grube Jägersfreude. 1915 begonnen, kamen die Teufarbeiten erst 1924 zum Abschluß. Um diese Zeit entstanden auch die Tagesbauten. Die Stillegung der Schachtanlage erfolgte 1968.
Das ehemalige Zechenhaus, am Haupteingang datiert 1926, ist ein umfangreicher Baukomplex, bestehend aus den hochragenden, zur Straße giebelständigen Baukörpern von Waschkaue und Verlesesaal, denen an zwei Seiten ein eingeschossiger Verwaltungstrakt vorgelagert ist. Es handelt sich um Backsteinbauten mit einer Werksteingliederung in auffallend altertümlichen historisierenden Formen.
Neben dem Zechenhaus und der Einfriedung zur Straße hat sich von den Tagesanlagen noch die ehemalige Kaffeeküche erhalten, ein kleines eingeschossiges Gebäude rechts der Einfahrt, das in seinen Architekturformen dem Zechenhaus entspricht.
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Zechenhaus einst und jetzt – ©www.dialogika.de
Pascalschacht
Quelle:www.dialogika.de
Der Name Puits de Pascal (Pascalschacht) wurde zur Zeit der französischen Verwaltung der saarländischen Gruben vergeben. Mit ihm wurde der bedeutende französische Mathematiker und "Informatik"-Pionier Blaise Pascal geehrt, der auch der bekannten Programmiersprache "Pascal" seinen Namen gab.
- 1915 unter dem Namen "Albert"-Schacht als Wetterschacht für die Grube Jägersfreude angehauen.
- 1918 Abteufungsarbeiten eingestellt (wg. Wassereinbruch - stark wasserführende Buntsandsteinschicht).
- 1922-24 mit Hilfe des erstmals im Saarbergbau angewandten Gefrierverfahrens (damals High-Tech) zu Ende geführt.
- 1922-1935 "Pascals-Schacht" ("Puits de Pascal"), von Bergleuten auch Ost-Schacht genannt (nicht zu verwechseln mit den Ost-Schächten I und II der Grube Dudweiler). Im Zusammenhang mit Ausweitung des Abbaus im Osten der Grube Jägersfreude entstanden. Ein Teil der Belegschaft fuhr hier ein bzw. aus, daher gab es in unmittelbarer Nähe ein Schlafhaus.
- 1968 Stillegung der Grube Jägersfreude + Albertschacht
- 1974 Förderturm abgebaut trotz Bemühungen des Stadtbezirks Dudweiler, Förderanlage als bedeutsames Denkmal unter Denkmalschutz zu stellen (Kostenfrage der Unterhaltung)
- 1975 Schacht verfüllt
Gruben und Schächte – Dudweiler – saarlandbilder