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Geschichte von Göttelborn
66287 Quierschied, Stadtverband Saarbrücken
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Die Geschichte von Göttelborn
Quelle: link www.goettelborn.de (© text & bilder)

Göttelborn ist, gemessen an den umliegenden Orten, eine noch relativ junge Ansiedlung. Der nebenstehende Ausschnitt aus einer Karte von Gerhard Mercator aus dem Jahre 1602 zeigt die Göttelborner Höhe auf der Südseite noch vollkommen bewaldet. Hier ging der sogenannte Warnet Wald, der von Lothringen über das Saartal hinaus bis zur Göttelborner Höhe reichte, in Ödland über. Der Name Göttelborn (Godelborn) wurde erstmals erwähnt in einer siersburgischen Güterbeschreibung vom 2. Juni 1615.

Bild links: Die alte Thomashütte kurz vor ihrem Abriss etwa 1920

Die ersten Ansiedlungen erfolgten Mitte des 18. Jahrhunderts. Es waren dies das Quierschieder Jägerhaus und 3 "Thorhäuser" (Thomashütte, Matzbauershaus und Göttelbrunner Hütte).

Bild rechts: Eine frühe Aufnahme des Matzbauershauses Anfang der 20er Jahre

Im Jahre 1851, bei Anlegung des Katasters, wurden auf der Göttelborner Höhe 37 Häuser gezählt. Mit dem Anhauen der Grube Göttelborn im Jahre 1887 vergrößerte sich rasch die kleine Ansiedlung.

Bild Links: Wasserturm [Quelle: link www.phil.uni-sb.de]

Zur Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung von Göttelborn und der umliegenden Orte mit Trinkwasser wurde 1907 der Wasserturm erbaut, der 1912/1913 auf seine heutige Größe erweitert wurde. Er gilt als das Wahrzeichen Göttelborns.

Göttelborn erstreckte sich zur damaligen Zeit über 4 Bannbezirke, nämlich Illingen-Gennweiler, Merchweiler, Wahlschied und Quierschied. Nach einer Volksbefragung entstand am 1. Januar 1925 mit Zustimmung der Stammgemeinden die selbstständige Gemeinde Göttelborn. Der erste Gemeinderat wählte Jakob Busch zum Bürgermeister. In der Folgezeit erlebte die junge Bergbaugemeinde ihre Blütezeit.

Bild rechts: Die obere Hauptstrasse in Göttelborn vor 1937 (links vorne das Gasthaus Becker)

Rückschläge erlitt der Ort nur in den Kriegsjahren, z.b. durch die Bombadierung und Zerstörung der Katholischen Kirche. In den Nachkriegsjahren setzte sich der Aufschwung fort. Infolge des Wohnungsmangels begann eine rege Bautätigkeit u.a. durch den Kettelerverein und die Bauinteressengemeinschaft (BIG)

In diesen Jahren entstanden auch die St. Barbarafesthalle und das Grubenstadion. 1967 fand die Einweihung der Evangelischen Kirche statt. Das zweite Wahrzeichen Göttelborns, der 211 m hohe Rundfunk- und Fernsehsender des Saarländischen Rundfunks auf der Göttelborner Höhe, nahm seinen Betrieb Mitte Oktober 1959 auf. Zur Verbesserung der Infrastruktur wurden 1966 die neue Schule mit Sporthalle und 1969 der Gemeindekindergarten in der Mozartstraße errichtet.

Mit der Gebiets-und Verwaltungsreform 1974 verlor Göttelborn nach 49 Jahren seine Selbstständigkeit und wurde in die Gemeinde Quierschied eingegliedert. Als nennenswertes Ereignis der Folgezeit ist die Zusammenlegung der Gruben Reden und Göttelborn zum Verbundbergwerk Göttelborn-Reden zu erwähnen. Nach 113 Jahren Berbau schloß das Verbundbergwerk mit der Hebung des letzten Fördergefäßes für immer seine Tore. Mit dem Ende des Bergbaues eröffnen sich für Göttelborn und die Heimatgemeinde Quierschied neue wirtschaftliche Perspektiven durch die Ansiedlung zukunftsorientierter Technologie- Unternehmen.

Alle historischen Aufnahmen [außer vom Wassertum] mit freundlicher Genehmigung von Bernd Hüpchen und Helmut Simmet (Göttelborn 2001)

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