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Sötern
letzte Änderung: 17/1/2005

entlang der Hochwaldbahn

© link Landesamt für Kataster-,Vermessungs- und Kartenwesen


© link www.soetern.de


Aufnahme des Progymnasiums von Sötern um 1914
(ehem. Südflügel des Schlosses). Quelle: link www.soetern.de


Aktuelles Foto vom Südflügel des ehem. Schlosses (Südseite)
Quelle: link www.soetern.de

Sehenswert: ev. Kirche 18. Jh. mit Turm von 1578

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alter Plan vom Schloß


Grundriß des Schlosses eingezeichnet in aktuelle Karte – Quelle: link www.soetern.de

Erbaut: 2.Hälfte 17.Jh. (Erwähnt: 1294) um 1800 abgebrochen – Erbauer: Herren von Sötern, Besitzer: Freiherren Eckbrecht von Dürkheim. Reste des Schlosses haben sich in der Dorfmitte von Sötern erhalten

eie umfassende Darstellung des Schlosses findet sich auf der link Homepage von Sötern

Burgen & Schlösser


jüdischer Friedhof zw. Sötern und Bosen

Bereits um 1650 angelegt, damit der älteste nachweibare jüdische Friedhof im Saarland. Auf ca. 3708 Quadratmetern noch ca. 180 Grabsteine erhalten.
Quelle: link www.denkmal.saarland.de

Übrigens liegen auf Söterner Bann die Dollberge, die höchste Erhebung des Saarlandes.

Die Stumm-Orgel von Sötern


Bild: Christian Barth

Alle 750 Pfeifen klingen jetzt wie neu
Saarbrücker Zeitung, 21.11.2004

Sie gilt als ein Ausnahme-Instrument im Saarland: Die Söterner Stumm-Orgel von 1750. Viele ehrenamtliche Helfer haben jetzt die Restaurierung des wertvollen Instruments möglich gemacht. Außerdem wurden 9200 Euro gespendet.

Sötern. Mit einem strahlenden C-Dur-Präludium von Johann Sebastian Bach, gespielt von Johannes Bernarding, ertönte die Stumm-Orgel in der evangelischen Kirche in Sötern nach Monaten des Schweigens wieder zum ersten Mal. Sie war im wahrsten Sinne des Wortes stumm geworden, denn der Orgelbauer Rainer Müller aus Merxheim hatte alle 750 Pfeifen der 13 Register ausgebaut und das 250 Jahre alte Instrument seiner Sprache beraubt. Am Buß- und Bettag wurde die Orgel mit einem musikalischen Gottesdienst wieder in Betrieb genommen.

"Sie haben hier etwas sehr Wertvolles in der Kirche stehen", sagte der Orgelbauer während der Feier. Die Stummorgel stamme etwa aus dem Jahre 1750 und sei eines der ältesten Instrumente im Saarland. Zwei Mal sei sie umgebaut worden. Im Jahre 1930 wurde sie romantisiert. Dem Zeitgeschmack entsprechend sind damals teilweise andere Pfeifen eingesetzt worden. 1970 erhielt die Orgel eine neue Mechanik und eine neue Windlade. Rainer Müller hat sie nun ganz überarbeitet, die teils verformten und beschädigten Pfeifen repariert und versucht, sie zum ursprünglichen Klang zurückzuführen. Das ist, so war an diesem Abend festzustellen, weitgehend gelungen. "Gerne hätte ich die Söterner Orgel ganz in ihren alten stumm'schen Zustand versetzt", sagte der Orgelbauer, "aber das hätte die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde gesprengt."

Pfarrer Manfred Keip sprach den vielen Spendern ein Lob aus. Nicht nur die Söterner und Schwarzenbacher hätten ihr Scherflein gegeben, sondern auch Bürger, die nicht der evangelischen Gemeinde angehören. "Ich konnte feststellen, dass den Menschen in den Dörfern die alte Stumm-Orgel am Herzen liegt", sagte der Geistliche.

Weil mehrere Mitglieder der Gemeinde dem Orgelbauer zur Hand gegangen waren, blieben die Kosten mit 9200 Euro relativ niedrig. Das Geld konnte ganz durch Spenden und Kollekten aufgebracht werden. In die hinter dem Eingang der Kirche aufgestellte alte Orgelpfeife waren allein 571 Euro eingeworfen worden.

Die jüngsten Helfer bei der Orgelrestaurierung waren die elfjährige Jennifer Peiffer und die zehnjährige Josefine Keip. "Ich half mit, die Pfeifen herauszunehmen und sie wieder einzusetzen", erzählte Jennifer. "Dann musste ich sie nacheinander so lange drehen, bis sie einen guten Klang hatten." Ihre Freundin Josefine machte es ebenso und hat beim Stimmen der Orgel außerdem die Tasten gedrückt.

Noch zwei Mal war - neben den Gemeindeliedern - das wertvolle Instrument zu hören, als Johannes Bernarding das Choralvorspiel "Wer nur den lieben Gott lässt walten" und abschließend eine Bach-Fuge zu Gehör brachte. Auch die Söterner Kantorei unter der Leitung von Jürgen Eifler bereicherte mit zwei Chorsätzen diesen würdigen Gottesdienst, der von 150 Christen besucht war.
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