Neunkirchen wird 1281 erstmalig genannt und war im Besitz der Grafen von Saarbrücken. Um 1570 ließ Graf Johann I. von Nassau-Ottweiler durch Christmann Stromeyer, auch Architekt der Schlösser Ottweiler und Wanborn und wohl auch am Schloßbau in Saarbrücken beteiligt, ein bedeutendes Renaissanceschloß errichten. Ebenfalls wie in Ottweiler ließ 1752 Fürst Willhelm Heinrich von Nassau-Saarbrücken das Schloß abreißen.
[Unter dem Pflaster in der Irrgartenstr. Reste des Süd-West-Eckturmes des Schlosses – im Haus Irrgartenstr. 1 Mauerreste vom Süd-Ost-Turm.]
Ein Jahr später wurde nach Plänen von Joachim Friedrich Stengel der Grundstein zu einem Jagdschloß "Jägersberg" gelegt, auf einem Berg, außerhalb des Ortes gelegen und von großen Wäldern umgeben. In der Französischen Revolution 1793 zerstöt, ist auch von diesem Schloß nichs erhalten geblieben.
Kohle und Stahl, insbesondere die Hütte, deren Reste heute noch die markantesten Bauwerke der Stadt bilden, ließen Neunkirchen im 19.Jh. ähnlich wie Völklingen oder Dillingen zu einer bedeutenden Industriestadt aufblühen.
Nicht nur in Neunkirchen führte sich der Hüttenbesitzer Freiherr von Stumm wie ein Landesfürst auf, dessen Denkmal in Neunkirchen heute noch steht (im Bild rechts).
Vom alten Neunkirchen hat sich seither praktisch nichts erhalten. Die schweren Zerstörungen im 2. Weltkrieg brachten ihr übriges. Das älteste, was Neunkirchen zu bieten hat ist eine vorgeschichtliche Ringwallanlage auf dem Maykesselkopf westlich der Stadtmitte über der Blies.
Ortsteile: Baltersbacher Hof (bei Wiebelskirchen), Bauershaus, Betzenhöhe, Eberstein, Eichenthaler Mühle (bei Münchwies), Eschweiler Hof, Forsthaus Landerthal, Furpach, Hangard, Haselermühle, Heinitz-Dechen, Hienhöll (bei Wiebelskirchen), Hirschberg, Hofgut Menschenhaus, Jedermannsbrunnen, Kirchberg (bei Wiebelskirchen), Kissel, Kohlhof, Lakaienschäferei, Ludwigsthal (bei Furpach), Münchwies, Pappelhof (bei Wiebelskirchen), Rombach, Rotenberg (bei Wiebelskirchen), St.-Barbara-Siedlung (bei Wellesweiler), Schauinsland, Sinnerthal und Sinnerthaler Schacht, Steinbacher Berg (bei Wiebelskirchen), Wellesweiler, Wiebelskirchen
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