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Grube Kohlwald, Wiebelskirchen
letzte Änderung: 18/2/2005

Neunkircher Grubenweg (1)
Quelle: link www.delfslotta.de

Erste Nachweise des Kohlegrabens in der Umgebung von Wiebelskirchen stammen aus dem 15. Jahrhundert. Zahlreiche Stollen und Schächte wurden seitdem angeschlagen. Mit der Stillegung der Grube Kohlwald am 31. März 1966 endete die Jahrhundertlange bergbauliche Tätigkeit am Standort Wiebelskirchen.

  • ehem. Marcel- Bertran- Schächte, auf dem Gebiet der Gemeinde Schiffweiler. Von dieser Außenanlage der Grube Kohlwald, die auch als "Schiffweiler Schächte" bezeichnet wurde, haben sich die Hangstützmauer und die Schachthalde erhalten.
     
    Der Schachtstandort war im Jahre 1923 begonnen worden. Er sollte den Abbau von noch ca. 69 Millionen Tonnen abbauwürdiger Flammkohle, die unter Schiffweiler lagerten, möglich machen. Der Schacht 1 wurde am 17. September 1928 in Betrieb genommen. Im Jahre 1943 begannen die Teufarbeiten am Schacht 11. Nach Schließung der Grube Kohlwald als selbständige Förderanlage im Jahre 1966 und der Übergabe der Schiffweiler Schächte an die Grube Reden verlor die Grube rasch an Bedeutung. Zwischen 1981 und 1983 wurden die Schächte verfüllt und die Schachtböcke demontiert.
     
  • Bergekörper der ehem. Grube Kohlwald. Diese bestehen aus der gewaltigen Spitzkegelhalde und den dahintergelegenen Absinkweihern. Vom Haldengipfel, am besten zu erreichen über die Trasse des ehem. Schrägaufzuges, bietet sich ein herrlicher Rundblick. Die Halde ist nach Stillegung der Grube vollständig rekultiviert worden und zeigt heute einen artenreichen Haldenwald. Die Schlammweiher, in die die beim Waschvorgang gelösten feinkörnigen Bergematerialien eingebracht wurden, hat man hingegen der natürlichen Sukzession überlassen. Ein wertvolles "Biotop aus zweiter Hand" hat sich hier entwickelt.
     
  • Das Gelände der ehemaligen Hauptförderanlage der Grube Kohlwald, die Schachtanlage Anna II/IV, präsentiert sich heute als ausgedehnte Industriefläche. Dem Hinweisschild "Saarberg - Methananlage Kohlwald" folgend, führt die Straße zu den wenigen Resten der ehemals umfangreichen Tagesanlagen heran. Eindrucksvollstes bauliches Element ist die hohe Böschungsmauer des ehem. Grubenbahnhofes.
     
  • "Schächte Anna I/III" der Grube Kohlwald. Erkennbar sind die Schachthalde, die Schachtabdeckung und die Entgasungsrohre. Das rotgestrichene ehemalige Ventilatorenwärterhaus (Haus Nr. 47/49) gehört noch zur ursprünglichen Bebauung. Die übrige Bebauung in der Rotenbergstraße stammt aus den 1950er Jahren.


Schachtanlage "Anna"
© link www.landkreis-neunkirchen.de


Blick von der Bergehalde
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Die Grube Kohlwald Quelle: link www.delfslotta.de

Bereits im 15. Jahrhundert hat man in der Umgebung von Wiebelskirchen und im "Kohlwald" nach Steinkohlen gegraben. Im Jahre 1750 wird eine Grube im Kohlwald erwähnt. Am 12. Oktober 1764 wurde ein Georg Nikolaus Köhler aus Griesborn als Steiger für die Gruben im Kohlwald bestellt: Er sollte dafür sorgen, dass die ausgekohlten Hohlräume ordnungsgemäß versetzt würden und dass kein Raubbau umging. Graf von Beust ließ am 17. November 1815 von der Grube Kohlwald unter anderem festhalten: "Sie liegt eine halbe Stunde nordwestlich von Neunkirchen im Provisorischen (meint: im vom preußischen Staat vorläufig verwalteten Gebiet), von allen Hauptstraßen entfernt. Die Wege, welche von allen Seiten zu diesem Werke führen, sind in einem sehr schlechten Zustande, und bey schlimmem Wetter zum Theil gar nicht zu passiren. Die Grube ist mit 87 Mann belegt und es werden von solchen jährlich an 8.000 Fuder Kohlen gewonnen, die meist in die umliegenden Ortschaften, theils auch in den Hundsrück und in die Pfalz abgesetzt werden". Um 1820 standen drei Flöze im Abbau, die vom Eulental aus durch den sog. "Eulentalstollen" durchfahren worden sind. Daneben existierten rund 45 bis 50, auf dem Ausgehen der Flöze angesetzte und einfallend betriebene, mit breiten Abbaustrecken versehene Tagesförderstrecken, die mit durchschnittlich jeweils 2 Mann belegt waren.

Bei der 6. Generalbefahrung der Grube Kohlwald am 17. August 1821 wurde deren Einstellung beschlossen, da die Kohlengewinnung zu große Holzmengen benötigte, und man die neu eröffnete Grube König mit ihren mächtigen Fettkohlenflözen mit größerem Erfolg betreiben zu können glaubte, und darüber hinaus der Bedarf an Steinkohlen im Bezirk der damaligen 2. Bergmeisterei durch die Förderungen der Gruben König und Wellesweiler gedeckt erschien. Die Oberberghauptmannschaft bestätigte am 10. Dezember 1821 diesen Stillegungsbeschluss. Die Kohlenvorräte wurden verkauft, die Materialien an die Grube König abgetreten und die Grube am 22. Oktober 1823 förmlich totgefahren.

Erst im Jahre 1843 wurden im Kohlwald wieder Schürfversuche aufgenommen, die zur Entdeckung von acht bauwürdigen Flözen führten. Das Ergebnis der Untersuchungsarbeiten wurde jedoch erst ab dem Jahr 1866 ausgewertet, als der Abbau im Ziehwaldfeld in der oberen Sohle schon seinem Ende entgegen ging. Dort hatte man 1857 den Ziehwaldstollen angefahren, der mehrere bauwürdige Flöze durchörtert hatte. Der Betrieb wurde dort auf den Flözen 2 und 3 eröffnet und zu Tage ein Zechenhaus, eine Werkstätte und Sturzmauern errichtet, um den Absatz zu erleichtern. 1862 konnte ein Anschlussgleis zum Stollen verlegt werden, wodurch sich der Transport wesentlich vereinfachte. Der Abbau selbst erfolgte durch diagonale Strecken, die Förderung mit Schlitten. 1865 betrug die Förderung bereits mehr als die Hälfte der gesamten Förderung der Grube König. In diesem Jahr wurde ein Wetterschacht im östlichen Feld des Ziehwaldes bei Wiebelskirchen abgeteuft, in den Hauptstrecken Pferdeförderung eingerichtet und der Weg vom Stollen bis zur Landstraße Neunkirchen-Wellesweiler ausgebaut.

Ende des Jahres 1867 wurde östlich des Neunkircher Bahnhofs an der Rhein-Nahe-Bahn mit dem Abteufen eines Schachtes begonnen, der zur tieferen Wasserlösung und zur Ausrichtung der im Kohlwald erschürften Flöze diente. Er wurde mit der Ladeanlage am Mundloch des Ziehwaldstollens verbunden. Später erhielt dieser Schacht, der zunächst als Rhein-Nahe-Bahn-Schacht geführt worden war, zu Ehren des Geheimen Bergrates Wilhelm Follenius (1830-1902), der von 1863 bis 1874 zudem Leiter der Gruben Reden und König war, den Namen Folleniusschacht. Ein 1868 am südöstlichen Abhang des Kohlwaldes niedergebrachter weiterer Schacht diente zur Untersuchung der bereits erschürften Flöze und wurde durch einen Querschlag mit dem Folleniusschacht verbunden. Der Querschlag wurde als Pferdeförderstrecke, später als Kettenförderstrecke ausgebaut und so die im Kallenbergflöz gewonnenen Kohlen zum Folleniusschacht gefördert.

1880 wurde das Ziehwaldfeld nach einer Gesamtförderung von 1,59 Mio t eingestellt, da die Flöze 2 und 3 vollständig verhauen waren. Von diesem Zeitpunkt an erscheint der Standort Oberschmelz in der Entwicklung der Grube Kohlwald. Dort wurde eine Tagesstrecke zum Materialtransport und zur Fahrung für das Kohlwaldfeld angesetzt und ein Wetterschacht bis zur oberen Teilungssohle im Kallenbergfeld niedergebracht, der mit einem Guibal-Ventilator ausgestattet wurde. Die alte Fördermaschinenanlage im Kohlwald wurde daraufhin abgeworfen. Im Jahre 1884 wurde das vor 61 Jahren stillgelegte alte Kohlwaldfeld wieder in Betrieb genommen. Die alten Baue im Eulentalstollen wurden aufgewältigt und zur tieferen Lösung des Feldes der sog. Gegenortschacht beim Forsthaus Kohlwald angeschlagen. Die Förderung ging nach erfolgtem Durchschlag mit der Kettenförderstrecke zum Folleniusschacht, der inzwischen einen Bahnanschluß erhalten hatte.

Im Jahre 1890 wurden die beiden nach der Frau des Bergrats Prietze benannten Hermine-Schächte auf der Oberschmelz angehauen, die die hangenden Flöze der Grubenabteilung König mit frischen Wettern versahen und gleichzeitig zum Aufschlug der in der Flamm- und Fettkohlenpartie der Abteilung Kohlwald anstehenden Flöze dienen sollten. Im nächsten Jahr wurde zur Untersuchung der Lagerung östlich des Kohlwaldsprunges der Anna-Schacht l, benannt nach der Ehefrau des Oberberghauptmanns Gustav von Velsen, angehauen. Die Aufschlüsse waren indessen wenig günstig: bis 237 m Teufe durchsank der Schacht nur zwei Flöze und traf bis zur Teufe von 360 m, bei der das Teufen gestundet wurde, keine weiteren bauwürdigen Flöze mehr an. Man sah sich deshalb veranlasst, im Jahre 1896/1897 neben dem Folleniusschacht den nach der Frau des Bergrats Lohmann benannten Minna-Schacht anzusetzen, mit dem man die Fettkohlenflöze zwischen dem Hermine- und dem Follenius- schacht ausrichten wollte. Der Minna-Schacht wurde bis zur Teufe von 508 m niedergebracht, ohne bauwürdige Flöze zu durchfahren. Von der Oberschmelz aus trieb man daraufhin auf dem Flöz Carlowitz zwei einfallende Strecken, um eine Wetterverbindung mit dem neuen Schacht herzustellen. Der Durchschlag mit dem von dort vorgetriebenen Querschlag ins Hangende erfolgte rund 100 m vom Schacht entfernt. Da letzterer auch zur Erschließung der Fettkohlenpartie des Ziehwaldfeldes dienen sollte, wurde einige Jahre später in 500 m Teufe ein Querschlag ins Liegende aufgefahren, der bei 245 m Länge die Fettkohlenpartie in bauwürdiger Beschaffenheit erreichte. Die Arbeiten wurden jedoch durch starke Ausgasungen beeinträchtigt, die schließlich zur Stundung der Arbeiten führten. Der Minna-Schacht diente deshalb nur der Wetterführung und Wasserhaltung der Grube König.

1898 bis 1900 waren auf dem Flöz Anna des Anna-Feldes Untersuchungsstrecken aufgefahren worden. Zur Einleitung des Abbaus setzte man neben dem Förderschacht einen Ventilatorschacht an. Die geförderten Kohlen wurden auf dem Landwege abgesetzt. Durch den "blinden Anna-Schacht" stellte man später nach der Durchörterung des Kohlwaldsprunges durch die Richtstrecke Kallenberg die Verbindung mit dem übrigen Kohlwaldfeld her. Allseitig von Sprüngen eingeengt versprach das Annafeld keine lange Lebensdauer. Da zudem der Verhieb in der Flammkohlenpartie an der Oberschmelz seinem Ende entgegenging und auch der Verhieb der Flöze im Gegenortfeld wegen der geringen streichenden Ausdehnung rasch zur Teufe hin vorrückte, wurde im Jahre 1901 am Nordabhang des Ziehwaldsattels zwischen Hangard und Wiebelskirchen zur Untersuchung der Lagerstättenverhältnisse ein Bohrloch bis in 1177 m Teufe niedergebracht. Bei 400 m Teufe durchfuhr man ein bauwürdiges Flöz, zwischen 540 m und 600 m eine Gruppe stärkerer Kohlenbänke und anschließend unter einem Sprung mehrere mächtige Flöze mit hackender Kohle. 1902 wurde auch bei Fürth und im folgenden Jahr l km südlich von Ottweiler je ein neues Bohrloch angesetzt. Das erste traf bei 730-760 m Teufe das Holzer Konglomerat, bei 800 m ein Flöz von 2,36 m Mächtigkeit und bis 909 m Teufe mehrere schwächere Bänke. Die zweite Bohrung durchteufte die obere und untere Flammkohlenpartie in guter Beschaffenheit und durchsank von 1345 m ab vier bauwürdige Flöze der Fettkohlenpartie. Die Bohrung wurde noch bis in 1803 m Teufe niedergebracht und stellte die damals tiefste Bohrung des Saarreviers dar.

Die ersten Jahre nach der Jahrhundertwende brachten für die Anlage Oberschmelz den Beginn einer stärkeren Entwicklung. Der Ventilatorschacht hatte 1905 den Durchschlag mit der 6. Sohle erreicht und wurde mit einem Rateau-Ventilator ausgerüstet. Ein Luftkompressor wurde aufgestellt, eine Schachthalle und eine Verladebühne errichtet und der Bahnanschluss erweitert. Unter Tage trieb man Vorrichtung und Gewinnung in den sog. liegenden Flözen sowie in den hangenden Flözen der Fettkohlenpartie (Carlowitz, Borstel, Wrangel und Waldemar). Durch die Herstellung einer Verbindung mit dem Sinnerthaler Wetterschacht und durch den Querschlag der Grundstrecke Waldemar mit dem Minnaquerschlag erzielte man eine wesentliche Verbesserung der Bewetterung des gesamten Feldes. 1913 wurde die Seilfahrt im Hermine-Schacht bis zur 6. Sohle eingerichtet und die Wasserhaltung durch eine elektrische Pumpe erreicht.

1914 wurden die Baue auf dem liegenden Flöz l durch einen Grubenbrand oberhalb der 1. Sohle eingestellt und die Baue im Fettkohlenfeld stärker belegt, so dass die Förderung von 57.114 t im Jahr 1914 auf 83.341 t im Jahr 1915 anstieg. Dieser Aufstieg wurde jedoch durch einen Bruch des Kreuzkopfes an der Fördermaschine des Hermine-Schachtes am 07. Februar 1916 unterbrochen, so dass die Belegschaft auf die Gruben Kohlwald, König und Wellesweiler verlegt werden musste. Erst am 09. Mai 1917 konnte auf der Hermine-Schachtanlage, die mit Wirkung vom 01. April 1917 der Abteilung König zugeteilt worden war, wieder gefördert werden.

Von großer Bedeutung für die Entwicklung der Grube Kohlwald war der Anhieb des Anna-Schachtes 2 im Jahre 1911 bei Wiebelskirchen zur Wasserlösung der hangenden Flammkohlenpartie. Bis zum 31. Dezember 1913 war der Schacht fertig geteuft und ausgebaut und die Tagesanlagen hergestellt, so daß Ende des Jahres 1915 die Anlage bis auf die erst im Mai 1917 fertiggestellte Anschlussbahn und die 1919 vollendete Wäsche dem Betrieb übergeben werden konnte.

Unter der Mines Domaniales Francaises wandte man sich dem Feld beim Gegenortschacht zu. Dort war nur ein Streifen von 500 m Breite in streichender Richtung zwischen zwei großen Verwerfungen im Abbau, die außerhalb dieses Streifens liegenden Felder waren nicht aufgeschlossen. Daher kam es, dass vor 1920 die Baue am Ortsrand von Schiffweiler eingestellt worden waren. Außerhalb dieses abgebauten Streifens wurde das Feld jetzt in streichender Richtung aufgeschlossen, und zwar 400 m nach Westen und 200 m nach Osten. Da es sich überall als abbauwürdig erwies, wurden die Lagerungsverhältnisse unter Schiffweiler durch Querschläge und Blindschächte untersucht. Angesichts des großen Kohlenreichtums, angegeben wurden 69 Mio t Flammkohlen, entschloss sich die französische Verwaltung zur Anlage der nach einem französischen Geologen benannten Marcel-Bertrand-Schächte (Schiffweiler Schächte). Der Schacht l der neuen Anlage wurde im Jahre 1924 niedergebracht, im November 1927 waren die Teufarbeiten abgeschlossen. Am 17. September 1928 konnte der neue Seilfahrts- und Wetterschacht in Betrieb genommen werden.

1927 und 1928 wurde das Annafeld aus- und vorgerichtet. Der Gegenortschacht erhielt einen neuen Rateau-Ventilator mit einer Leistung von 5000 m3/min, am Anna-Schacht 2 wurde die Anzahl der Dampfkessel von acht auf zwölf erhöht, ein Kühlturm errichtet, um den 1200 PS starken Kompressor nutzen zu können, und eine Kohlensturzbühne für 8000 t/Tag erbaut. Im Rahmen der Autarkiebestrebungen des Deutschen Reiches kam der Grube Kohlwald eine gesteigerte Bedeutung zu. Die aus- und vorgerichteten Feldesteile wurden abgebaut, ohne indessen die Aus- und Vorrichtung zunächst weiterzubetreiben. Am Ende des Zweiten Weltkrieges waren die Kohlenvorräte weitgehend abgebaut, so daß man zu Beginn der 1950er Jahre wieder zu intensiven Aus- und Vorrichtungsarbeiten und zu einem neuen Zuschnitt der Grube übergehen musste. Auf der Schachtanlage Kohlwald 2 wurde 1954 mit dem Teufen des Anna-Schachts 4 begonnen und die neue Schachtanlage Kohlwald 2/4 zur Hauptförderanlage ausgebaut. Der Schacht Follenius war bereits 1934 aufgegeben und verfüllt worden. 1959 und 1960 warf man die alte Schachtanlage Kohlwald l und die beiden Anna-Schächte l und 3 ab. Die Förderung der Steinkohle erfolgte jetzt über die Anna-Schächte 2 und 4.

Im Generalplan I der Saarbergwerke AG waren für den Zeitraum zwischen 1958 und 1965 die Förderzahlen der Saargruben von ursprünglich 17 auf 14 Mio t verringert worden. Im April 1959 wurde die Bexbacher Grube Barbara stillgelegt und ihr Feld der Grube Kohlwald zugewiesen. Mit dem Durchschlag der untertägigen Grubenfelder König und Kohlwald am 16. Juni 1965, wozu eine 1.875 m lange Strecke aufgefahren werden musste, war der Verbund eingeleitet. Mit der Einführung des einschichtigen Betriebes war ab dem 01. August 1965 eine Teilstillegung der Grube Kohlwald verbunden. Das Schiffweilerfeld kam zur Grube Reden. Der Durchschlag auf der 5. Sohle zwischen Reden-Schacht 3 und Marcel- Betrand-Schacht 2 erfolgte am 26. April 1966, der auf der 6. Sohle war am 14. Februar 1967. Im Jahr 1965 betrug die Zahl der Beschäftigten auf der Grube Kohlwald noch 1.669. Die Grube wies eine Jahresförderung von 928.691 t Steinkohle bei einer Schichtleistung von 2.922 Kg/Mann auf. Bei der Stillegung der Grube Kohlwald am 31. März 1966 betrug die Leistung der unter Tage arbeitenden Bergleute 3.200 Kg/Mann und Schicht.

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