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Pinsweiler
erstellt am 9/7/2005


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Wendalinuskapelle © link Klaus Jung


Wendalinuskapelle © link Klaus Jung

Pinsweiler

Bemerkenswert am kleinsten Ort der Gemeinde, zwischen Hofeld und Hirstein gelegen, ist vor allem die von der Pinsweiler Einwohnerschaft erst in jüngster Zeit errichtete Kapelle zu Ehren des Hl. Wendelin. Am südlichen Ortsrand grüsst dieses Zeugnis vorbildlichen Gemeinschaftsgeistes vom Hügel herab die Benutzer der vorbeiführenden Bundesstrasse 41. Die Kapelle ist für Be sucher täglich geöffnet.

Erstmals erwähnt ist Pinsweiler - der Name wird mit dem Personennamen Panto in Verbindung gebracht - in einer Urkunde von 1335. Damals ging das Dorf durch Kauf in den Besitz des Kurfürstentums Trier über, bei dem es bis zur Französischen Revolution blieb.

Ursprünglich bestand der Ort aus den Siedlungen Pinsweiler und Spixhelden (Spixel/Spixelt). Beide gingen im Dreissigjährigen Krieg unter. Während jedoch Spixhelden für immer Wüstung blieb, begann in Pinsweiler nach 1691 der Wiederaufbau. Seit damals stieg die Einwohnerzahl auf derzeit rund 80.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Dorf bis 1935 Grenzort des damals von Deutschland abgetrennten Saargebietes. Zeugnis jener Zeit ist das ehemalige französische Zollhaus an der B41. Seit der saarländischen Gebiets- und Verwaltungsreform von 1974 bildet Pinsweiler zusammen mit Eisweiler, mit dem es ohnehin in einer Schulgemeinschaft verbunden war, einen Ortsteil der Gemeinde Namborn.

Pfarrlich gehörte Pinsweiler von alters her zu St. Wendel. 1792 wurde es für 160 Jahre der Pfarrei Furschweiler zugeteilt, danach der Pfarrei Namborn. Bis auf den heutigen Tag geblieben ist die alte Tradition der Wendalinsverehrung. Sie führte zum Bau der Pinsweiler Wendalinuskapelle, der jüngsten von sechshundert Kapellen in aller Welt, die den Namen dieses grossen Bauern- und Viehpatrons tragen.