saarlandbilder | karte | ortsverzeichnis
Namborn Allerburg Liebenburg Baltersweiler Eisweiler Furschweiler
Gehweiler Hirstein Hofeld Mauschbach Pinsweiler Roschberg
Baltersweiler
letzte Änderung: 17/1/2005

entlang der Rhein-Nahe-Bahn

Der Winkenbacher Hof gehört zu St. Wendel
© link Landesamt für Kataster-,Vermessungs- und Kartenwesen

saarlandbilderKarteOrtsverzeichnis

Skulpturenstraße


© link www.namborn.de


© link www.namborn.de


© link www.namborn.de


© link www.namborn.de


© link www.namborn.de

Baltersweiler
Quelle: link www.namborn.de

Ausgangspunkt der weit über die Grenzen der Bundesrepublik hinaus bekannten Skulpturenstrasse. Sie ist das Ergebnis eines internationalen Steinbildhauerymposiums, das 1971 hier auf einem Teilstück des Saarland-Rundwanderweges stattfand.

Der Initiator der Skulpturenstrasse, der Professor für bildende Kunst, Leo Kornbrust (1929 in St. Wendel geboren und verheiratet mit der Schriftstellerin Felicitas Frischmuth), wohnt auch heute nur einen Steinwurf vom Symposionsgelände entfernt.

Markantes Wahrzeichen des Ortes selbst ist die nach dem letzten Kriege erbaute Pfarrkirche "St. Willibrord"

Baltersweiler, nur 4 km von der Kreisstadt St. Wendel gelegen, zählt heute rund 1.200 Einwohner. Gegründet vermutlich als Weiler des Balther bzw. Baldo, geht seine Entstehung zurück auf die sogenannte Ausbauperiode des 6. bis 8. Jahrhunderts. Vor jener Zeit waren schon die Römer ansässig. Das ist durch die Ausgrabung eines von ihnen errichteten Landhauses, einer "villa rustica", in den Jahren 1892 und 1925 im Bereich des jetzigen Eisenbahnhaltepunktes belegt.

Die älteste bisher bekannte urkundliche Erwähnung des Ortsnamens stammt aus dem Jahre 1304. "Walter von Balterswilre" war mit anderen Vertretern der Pfarrei St. Wendalin Teilnehmer einer Tagfahrt in das Kloster Tholey. Dieser Nachweis ist sozusagen als "Geburtsurkunde" anzusehen. Im 30-jährigen Krieg (1618-1648) wurde Baltersweiler völlig ausgelöscht. Erst 1697 begann der Wiederaufbau.

Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche "St. Willibrord" Baltersweiler gehörte von alters her zur Pfarrei St. Wendalin, seit 1931 zu St. Anna in St.Wendel-Alsfassen. Der erste Spatenstich zum Bau einer eigenen Kirche wurde im April 1947 vorgenommen; der Einzug in das neue Gotteshaus erfolgte am 7. Mai 1950.

Inzwischen unter Denkmalschutz stehend, gilt "St. Willibrord" mit dem rund 40 m hohen Kirchturm als architektonisches Wahrzeichen des Ortes und darüber hinaus. Künstlerisch wertvoll ist das 12 m hohe Altarfenster nach einem Entwurf des Seelsorgers Johannes Mertes, ausgeführt von dem ungarischen Künstler Gyorgy Lehoczky.

Grauer Dorn und Wendalinushöhle Viele Namen trägt die Strasse, die über den Grauen Dorn, eine durch Oberflächengestalt und besondere Pflanzenwelt von ihrer Umgebung deutlich unterscheidbare Anhöhe, verläuft. Über sie führt eine schon von den Römern geschaffene Verbindung vom Rhein bei Strassburg an die Mosel, die die "Alte Trierer Strasse", inzwischen Teil des Saarland-Rundwanderweges und der Skulpturenstrase.

Am Nordhang des Grauen Dorns erwartet den Wanderer die sogenannte Wendalinushöhle. Sie ist, von der Strasse aus gut erreichbar, etwa 6 m tief und seit 1958 Naturschutzdenkmal. Nach der Legende soll durch diese Höhle der Hlg. Wendelin auf wunderbare Weise mit der von ihm gehüteten Schafherde in kürzester Zeit zum Hofe seines Herrn im mehrere Kilometer entfernten Tholey gelangt sein.

Bemerkenswerte Persönlichkeiten

Neben dem Initiator der Skulpturenstrasse, Leo Kornbrust , hat seinen Heimatort Baltersweiler ebenfalls weithin bekannt gemacht der Maler Aloys Ohlmann , Jahrgang 1938; ähnliches gilt für seine etliche Jahre ältere Kollegin Bernadette Mac Nelly.