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Menningen
66663 Merzig
letze Änderung: 12/5/2006


Clemenskapelle
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Clemenskapelle
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Frühlingswiese
Foto: Rainer Kremer
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Saar auf- und abwärts
entlang der Saartalbahn

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Die Clemenskapelle
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Die alte romantische St. Clemens Kapelle in Menningen, Filialkirche der Pfarrei St. Martin in Bietzen, ein keiner Saalbau erbaut Mitte 18. Jahrhundert. Der Barockaltar mit Figuren des hl. Clemens und zweier Bischöfe mit Blau-Gold-Fassung ist eine gefällige Arbeit des mittleren 18. Jahrhunderts. Aus dem 18. Jahrhundert stammen auch Kommunionbank und Gedenkstuhl (nur die Wangen sind noch Original) (G. Dehio). Außen rechts vor dem Kapelleneingang steht das restaurierte Wegekreuz aus Sandstein aus dem Jahre 1748, verwittert und kaum lesbar. Seit dem 4. Jahrhundert wird das Patronatsfest des hl. Clemens am 23. November gefeiert. Clemens, eine der lateinischen Sprache entnommenen Namensbildung bedeutet: "der Milde, der Gütige" Der hl. Clemens I, Papst (Clemens Romanus) regierte 92-101 als 3. Nachfolger des hl. Petrus. Clemens I wird dargestellt mit Papstkreuz, Tiara, Lamm und Anker, mit einer Quelle, die auf sein Gebet wunderbar aus einem Steinbruch entsprungen sein soll. Als Patron verehrten ihn besonders Steinbrucharbeiter, weil er in die Steinbrüche am Schwarzen Meer zu Zwangsarbeiten verurteilt worden war, ein Beweis dafür, dass in dem alten Mennik (Menningen 1491) Steinbrucharbeiter beheimatet waren, die Seeleute außerdem, weil er an einem Anker gebunden in Meer geworfen wurde und zum Märtyrer wurde. Die Filialkirche St. Clemens in Menningen ist bereits 1623 erwähnt, gehört mit Sicherheit zu den Filialkirchen, deren Patrozinien erst später (1739) gleichzeitig mit der Kapelle Harlingen (Beate Maria Virgines) genannt wurden. Die Einwohner des Höhendorfes Menningen lieben Ihre schlichte Kapelle mit ihrem Barockaltar (um 1770) als sakrale Kostbarkeit.
(Quelle: Fritz Niesen)

Die Kapelle wurde 1998 renoviert und mit u.a, mit Wandmalereien ausgeschmückt. Sie wurde im zweiten Weltkrieg stark zerstört. Der Turm sei ein Kuppelturm gewesen, die Decke ein Tonnengewölbe. Eine weitere Restaurierung wurde 1998 durchgeführt. Es wurde innen alles restauriert und die Bepflanzung im Außenbereich neu angelegt. Die Finanzierung ist noch nicht abgeschlossen. Von insgesamt 74.143,00 Euro sind noch ca. 5.000 Euro zu tilgen.

Die Chronik von Menningen
Quelle: link www.menningen-saar.de

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte im Jahre 1492 als »Mennick«. Der Name wird gedeutet als »Mandiacum«, d.h. Siedlung des Mandius.

Die Gegend des Bietzerberges war schon früh besiedelt. Es gibt neolithische Funde bei Bietzen und Menningen. Auch römische Funde sind in der Umgebung bekannt. Man nimmt an, das diese um die Zeit der fränkischen Landnahme im 6 Jahrhundert nach Christus entstanden sind.

Buosinga (Bietzen) Harlingen, Menningen bildeten eine Bann-und Flurgemeinschaft und sind seit altersher eine Einheit sowohl als Pfarrei als auch als politische Einheit. Am Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation gehörten die Orte zum Kurfürstentum Trier. Der Bietzerberg gehörte dann zu dem Kondomium Merzig-Saargau, in dem sowohl Kurtrier als auch Lothringen die Landeshoheit hatten. Dieses Kondomium bestand von 1368 bis 1778.

Die Dörfer wurden im Dreißigjährigen Krieg ( 1618 bis 1648) zerstört.

Die Entwicklung der Einwohnerzahlen:

17789Ackerleute, 15 Tagelöhner, 15 Bettler
1861333Einwohner im Dorf, 9 auf der Saarmühle
1997658Einwohner
2002638Einwohner (per 31.3.2002) + 4 gegenüber 2001
2003617Einwohner (per 30.9.2003) -21 gegenüber 2002