Ortschronik vom Mechern
Quelle: link www.dillschneider.de
letze Änderung: 10/12/2004

Eisenzeit: Im Großwald wurden Hügelgräber und Gruben der jüngeren Eisenzeit gefunden.

Römerzeit: Am Ort der heutigen Kirche und des Friedhofs stand die Villa eines wohlhabenden Kelto-Römers, wie die Mosaiken und Fresken mit Gladiatorendarstellungen ausweisen. Diesen Ruinen verdankt Mechern seinen Namen. Er kommt von lat. maceria = Mauer, Gemäuer und ist im deutschen Westen stark verbreitet. Grevenmacher hieß 636 Machera, Mecher in Luc. 893 Maceria, Auersmacher 777 Auricas machera. ähnlich wie bei den Besseringer Römersiedlungen gibt es auch hier die Sage vom goldenen Kalb:

"Zwischen Hilbringen und Machern soll auch ein Schloß oder ein Götzentempel gestanden haben. Dort sei auch das goldene Kalb begraben."

Auf frühchristliche Zeit geht die Sage zurück "Wie der hl. Quiriakus nach Mechern kam", die Dr. A. Jacob erzählt:

"Vor mehreren hundert Jahren waren an der Saar bei Mechern mehrere Frauen mit Wäsche beschäftigt. Auf einmal rief eine der Frauen: Was kommt den da die Saar herauf? Die anderen blickten hin und sahen, wie ein dunkler Gegenstand auf sie zugeschwommen kam. Erst stießen sie den Gegenstand in der Richtung nach dem Wasser zurück, aber er kam immer wieder auf die Frauen zu. Da gingen einige ins Dorf und riefen ihre Männer. Diese kamen und fischten den Gegenstand aus dem Wasser. Es war aber, wie sie nun sahen, eine Holzstatue des hl. Quiriakus. Die Männer sagten zueinander: Der heilige Quiriakus will gewiß der patron unserer Gemeinde werden, wir wollen ihn in unsere Kapelle bringen, daß er unser Schutzheiliger sei. So taten sie, und lange stand die alte Statue auf dem Hochaltar. Später wurde sie durch eine neue ersetzt und die, welche aus der Saar gefischt worden war, erhielt einen platz nicht weit vom Eingang zwischen zwei Fensternischen."

Das Fest des heiligen Quiriakus, des Schutzpatrons der Kapelle Mechern, wird noch immer im März (früher am 6., heute am 11. März) gefeiert. An diesem Tage wird Brot gesegnet und unter die pilger, die zur Feier kommen, verteilt. Ehedem wurden die Brote, "Boben" genannt, durch den Turm der Kapelle herunter geworfen und dann von den pilgern aufgehoben. Der Heilige wurde besonders bei Krankheiten der Kinder um seine Fürbitte angerufen, weil er zu Lebzeiten ein großer Freund der Kinder war.

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