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Bliesmengen-Bolchen
letzte Änderung: 6/9/2007


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Sehenswürdigkeiten:
Friedhofskapelle, Reste der Burg Mengen

Blies ab- und aufwärts

 
 


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BliesgauBurgen & SchlössersaarlandbilderKarte
Ortsverzeichnis


Blies bei Bliesmengen
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Zaun mit Pergola
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Die ehemalige Wasserburg Mengen
lag südlich des Ortes und ist vermutlich im 12. Jh. entstanden (1289 erwähnt). Erhalten haben sich lediglich geringe Mauerreste.

Blick in die Geschichte
Quelle: link www.bliesmengen.de

Bliesmengen-Bolchen wurde in einer Urkunde der Schenkungserneuerung durch Graf Ludwig von Saarwerden an das Kloster Wörschweiler vom Jahre 1180 erstmals urkundlich erwähnt. In der Zeugenreihe befindet sich unter vielen anderen ''Henricus von Maingen'' aus dem Adelsgeschlecht der Herren bzw. der Besitzer von Mengen. Hier treffen wir auch auf die Namenswandlung von Magingen zu Maingen, woraus in der Folge Mengen entstand.

Bliesmengen-Bolchen war jedoch bereits zur Zeit der Römer ein dicht besiedeltes Gebiet. Bei Bau- und Baggerarbeiten kamen Reste römischer Wohn- und Grabstätten, sowie Münzen und Keramikfunde zum Vorschein. Intensive archäologische Grabungen wurden bisher jedoch noch nicht durchgeführt.

Im 7. und 8. Jahrhundert wurde das Gebiet unseres Ortes durch merowingische und fränkische Siedler bewohnt. Zeugen hierfür sind ebenfalls Gräber, Scherben und Waffen, die hier entdeckt wurden.

Ab der ersten urkundlichen Erwähnung anno 1180 bis hin ins späte 17. Jahrhundert wurde Bliesmengen oft unter verschiedenen Klöstern und Lehnsherren aufgeteilt. Jedoch war ein Teilhaber Bliesmengens immer einer der Herren von Mengen, die auf ihrer Burg an der Blies residierten.

Bis hin zum 30jährigen Krieg (1618-1648) war Bliesmengen-Bolchen, laut vieler Aufzeichnungen, ein Gebiet von blühendem bäuerlichem Leben. Der Krieg führte jedoch dazu, daß die Dörfer im Bliesgau und somit auch Bliesmengen nahezu ausgestorben waren.

Die Bevölkerung entwickelte sich bis hin zum Jahre 1900 auf 910. Im Gegensatz zum Raum Saarbrücken, in dem sich während des 19. Jahrhunderts die Schwerindustrie entwickelte, blieb Bliesmengen-Bolchen ein Ort, der weiterhin von der Landwirtschaft geprägt war. Bliesmengen-Bolchen gehörte während dieser Zeit zum Königreich Bayern bzw. dem Regierungsbezirk Pfalz.

Während des 1. Weltkriegs blieb Bliesmengen-Bolchen von direkten Kriegshandlungen verschont. Trotzdem war auch hier der Geschützdonner von den Schlachten um Verdun zu hören. Am Ende des Krieges hatte Bliesmengen 56 Opfer zu beklagen.

Zwischen den beiden Weltkriegen gehörte Bliesmengen zum Saargebiet, das damals ein eigenständiges Land darstellte. Erst am 13. Januar 1935, dem Tag der Saarabstimmung, entschieden sich die Einwohner Bliesmengen-Bolchens mit den restlichen Saarländern zur Wiedereingliederung ins Deutsche Reich.

In den Jahren 1935-1939 bemerkte man in Bliesmengen bereits die Spannungen, die später zum 2. Weltkrieg führten. Der 2. Weltkrieg war für die Bewohner unseres Heimatortes ungemein härter als der Erste. Das Dorf lag direkt an der Front und so bekam man die Auswirkungen des Kriegs unmittelbar zu spüren. Die Dorfbevölkerung mußte zweimal evakuiert werden. Der Ort war größtenteils zerstört und Bliesmengen-Bolchen beklagte 62 Gefallene, 31 Vermisste und den Tod von 15 Zivilpersonen.

Im Jahre 1969 erhielt Bliesmengen-Bolchen die Goldmedaille im bundesweiten Wettbewerb ''Ein Dorf soll schöner werden''.

Ab dem 1. Januar 1974 gab es Bliesmengen-Bolchen als eigenständige Gemeinde nicht mehr. Der Ort wurde im Rahmen der kommunalen Neugliederung der Gemeinde Mandelbachtal zugewiesen.

Heute zählt der Ort ca. 1800 Einwohner und ist die Blüte Mandelbachtals.

(Quellen: Heimatbuch der Gemeinde Mandelbachtal - Ortsteil Bliesmengen-Bolchen

Bliesmengen-Bolchen - Opfer der Weltkriege

Einwohner von Bliesmengen-Bolchen)