losheim | hochwald | saarlandbilder | karte | ortsverzeichnis
Britten
letzte Änderung: 13/1/2008


© link Landesamt für Kataster-,Vermessungs- und Kartenwesen

saarlandbilderKarte | Ortsverzeichnis


© link www.losheim-stausee.de

Britten
Quelle: link www.losheim-stausee.de

Fläche: 11,86 qkm

Britten liegt am Fuße des Schwarzwälder Hochwaldes in einer Höhe von 330 m bis 450 m und bietet einen herrlichen Ausblick ins Saartal und zum Schaumberg.

Die Geschichte des Ortes reicht weit in die Vergangenheit zurück. Der Name Britten soll aus der altdeutschen Flurbezeichnung "kipreita - breida" (Feldfläche Gewann) abgeleitet sein. Eine andere chronistische Auslegung verweist auf das in der Nähe gelegene römische Kastell namens Britiniacum. Auch gefundene Keltengräber lassen darauf schließen, dass in Britten bereits um 100 v. Chr. Siedlungen bestanden haben.

Später waren es Römer, die den Ort besiedelten und den roten Sandstein für Bauwerke, Götterfiguren und Denkmäler verwandten. Funde von Amphoren und die Figur eines Giganten-Reiters, der eine Wettersäule krönt, sind Zeugen aus dieser Zeit. Die noch erhaltenen spärlichen Berichte aus früheren Jahrhunderten besagen, dass das Mettlacher Kloster im Jahre 1228 Besitzungen in Britten hatte.

Britten hatte dem Kloster einen Jahreszins zu entrichten. In beiden Weltkriegen wurde der Ort stark in Mitleidenschaft gezogen. Waren es im 1. Weltkrieg überwiegend Menschenleben, die zu beklagen waren, so wurde der Ort im 2. Weltkrieg zusätzlich zu 2/3 stark beschädigt. In den vergangenen Jahrhunderten lag die Haupterwerbsquelle in der Land- und Forstwirtschaft sowie im Abbau und in der Verarbeitung des roten Sandsteines.

Die alten Handwerksbetriebe wie Weber-, Huf- und Nagelschmiede und Stellmachereien sind inzwischen ausgestorben. Das einst ausgesprochene Bauerndorf hat sein bäuerliches Gesicht in den letzten Jahrzehnten grundlegend geändert. Landwirtschaftliche Betriebe unterhalten nur noch eine kleine Minderheit. Heute ist der größte Teil der arbeitenden Bevölkerung in der Keramik- und Hüttenindustrie beschäftigt. Neuzeitliche, mittelständische Handwerksbetriebe prägen das Wirtschaftsleben im Ort.

Im Fremdenverkehr sieht man für die Zukunft eine weitere Erwerbsquelle. Wanderfreunde haben in den ausgedehnten Wäldern, welche zu den größten zusammenhängenden Waldgebieten des Saarlandes gehören, Möglichkeiten zu Kurz- und Tageswanderungen. Schutzhütten und Rastplätze laden an herrlichen Aussichtspunkten zum Verweilen, gemütliche Restaurants und schöne Gaststätten zur Übernachtung und zur Einkehr ein.

Eine besondere Sehenswürdigkeit ist die Stechpalmengruppe rund um die Pfarrkirche, das größte und geschlossenste Ilex-Vorkommen im linksrheinischen Gebiet. Freunde des Wassersports finden auf dem nur drei Autominuten entfernten Stausee in Losheim sowie in dem nahen Schwimmbad Mettlach Gelegenheit zur weiteren Freizeitgestaltung. Die örtlichen Vereine veranstalten jährlich zum 1. Mai ein Dorffest auf dem Marktplatz sowie von Juni bis September in Abständen Waldfeste auf einem herrlich gelegenen Waldfestplatz. Das Kirchweihfest zu Ehren des Hl. Wendalinus findet jeweils am vorletzten Sonntag im Oktober statt.