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Wörschweiler
letzte Änderung: 8/1/2007

Blies ab- und aufwärts
geologische Schichtstufe
entlang der Bliestalbahn

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Klosterruine (ehem. Zisterzienserabtei) - 12./13.Jh.


pejder Klosterberg – Juni 2004

weitere Sehenswürdigkeiten: "Römerhügel" - Kultstätte 3.Jh.
Schloß Louisenthal (Gutenbrunnen) - 18.Jh.

Romanik im Saarland | saarlandbilder
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Grundriß der Klosterkirche


© Johannes Simon 2003 link www.saarchaeologie.de


© Johannes Simon 2003 link www.saarchaeologie.de

Die Abtei wurde 1130 von Graf Friedrich I. von Saarwerden und seiner Gemahlin Gertrud an der Stelle einer römischen Anlage „Gloria Romanorum“ als Benediktinerkloster gegründet und von Mönchen aus Kloster Hornbach unter einem Prior besiedelt, aber im Jahr 1171 von dem Zisterzienserkloster Villers-Bettnach in Lothringen übernommen und diesem als Tochterkloster unterstellt. Damit gehörte es der Filiation der Primarabtei Morimond an. Ein Klosterhof befand sich in Münchwies. Im Jahr 1558 wurde das Kloster durch den evangelisch gewordenen Herzog von Pfalz-Zweibrücken nach Niedergang im 15. und 16. Jahrhundert aufgehoben, jedoch wurden im Kloster Villers-Bettnach weiterhin Äbte für die Besitzungen des Klosters in Lothringen ernannt. 1614 wurde es infolge eines Unglücksfalls bei einem Brand zerstört. Die Wirtschaftsbauten wurden seit 1662 wieder benutzt. Freilegungsarbeiten fanden 1872 bis 1880 statt. Bei Ausgrabungen in den Jahren 1954 bis 1958 wurde die Kirche freigelegt.

Die Höhenlage ist untypisch für einen Zisterzienserbau, aber auf die frühere Zugehörigkeit zum Benediktinerorden zurückzuführen (vgl. Kloster Disibodenberg). Im Übrigen entsprach die Anlage der zwischen 1171 und 1235 errichteten dreischiffigen, gewölbten Kirche, einer Pfeilerbasilika aus Sandstein, weitgehend dem zisterziensischen Schema zu dem ein Chor mit geradem Abschluss, ein Querhaus mit je zwei Seitenkapellen an der Ostseite und ein Schiff mit drei Jochen (ein viertes war wohl geplant, wurde aber nicht ausgeführt) im Mittelschiff im gebundenen System mit spitzbogigen Rippengewölben auf kurzen Wandsäulen sowie Gratgewölben in den Seitenschiffen gehörten. Die Westfassade weist ein dreifach gestuftes Säulenportal und Reste einer großen Fensterrose auf. Die Kirche, die Verwandtschaft mit der in Kloster Eußerthal (ebenfalls einer Tochtergründung von Villers-Bettnach), zeigt, hatte eine im 14. Jahrhundert errichtete große quadratische Vorhalle mit Mittelsäule, die sich über das Mittelschiff und das nördliche Seitenschiff erstreckte. Die Klausur lag südlich (rechts) von der Kirche. An der Südseite des Kreuzgangs lag ein auffällig kleines Brunnenhaus, das nicht von einer Quelle, sondern von einem Brunnen gespeist wurde. Der Konversenflügel war durch eine Klostergasse vom Kreuzgang getrennt (vgl. z.B. Kloster Eberbach). Der Kapitelsaal war durch zwei Säulen gegliedert. Die Anlage ist in ruinösem Zustand erhalten. Erhalten sind auch zahlreiche Grabplatten, die teils vor Ort aufgestellt wurden, teils in der Walburgiskapelle in Gutenbrunn, teils im Römerhaus Schwarzenacker verwahrt werden. Quelle: link de.wikipedia.org