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Ortsteile: Berschweiler, Bietschied, Brückhumes, Dilsburg, Eiweiler, Hahneck, Hellenhausen, Hirtel, Hof Großwald, Holz, Kirschhof, Kutzhof, Langenfelder Hof, Lummerschied, Mangelhausen, Niedersalbach, Nordfeld, Numborn, Obersalbach-Kurhof, Pfaffenmühle, Wahlschied, Wahlschieder Grube

Gruben bei Heusweiler: Grube HirtelSchacht Dilsburg

 
Köllerbach ab- und aufwärts
entlang der Köllertalbahn
(auf diesem Streckenabschnitt ist nur noch der Bahndamm erhalten)
 

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links: Kirche – rechts: Markt

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Die Geschichte der Gemeinde Heusweiler im historischem Ablauf
Quelle: link www.heusweiler.de

Die erste urkundliche Erwähnung Heusweilers datiert aus dem Jahr 1274. Den Brüdern Moemund und Joffried wird von der Grafschaft Saarbrücken der Hof zu Huswilre zu Lehen übertragen.

Daß Heusweiler jedoch schon bedeutend früher besiedelt war, beweisen verschiedene Funde aus der Römerzeit. So fand man im Jahr 1841 bei der Beseitigung des Abraumes über einem Steinbruch im Distrikt Axenbüsch, dem heutigen Kirschhof, die Reste einer großen "villa rustica". Weitere Funde wurden bei den Bauarbeiten für die Köllertalbahn im Jahre 1908/1909 gemacht, unter anderem ein Urnengräberfeld aus keltoromanischer Zeit. Im Jahre 1471 wurde Heusweiler völlig zerstört, als der Reichsgraf Ludwig der Schwarze, Herzog von Zweibrücken, raubend und plündernd durch das Köllertal zog.

Auch von den Wirren des 30jährigen Krieges blieb Heusweiler nicht verschont. In einem Bericht des Saarbrücker Rentmeisters Klicker aus dem Jahre 1635 zieht dieser eine grauenvolle Bilanz: "Wo ehedem Dörfer standen. waren nur noch Steinhaufen. Auf den Dörfern ist fast niemand mehr, sondern die Untertanen sind teils verstorben, teils aus dem Land entwichen, sich Hungers und der Soldateska zu erwehren. Der Heusweiler Hof oder Maierei ist so halb abgebrannt und wenig Untertanen am leben, der Köllertaler Hof ist soviel als ganz ausgestorben."

Vorläufer der heutigen Großgemeinde waren die ehemaligen Maiereien, die während der französischen Besatzung (1793-1814) die Bezeichnung "Mairien" führten. Zur Mairie Heusweiler gehörten damals schon im wesentlichen alle Ortsteile, die auch heute noch in ihr vereinigt sind. Lediglich Kurhof, Obersalbach, und Niedersalbach waren der Mairie Sellerbach angeschlossen.

Nach dem Frieden von Paris am 30.Mai 1814 kam das linke Rheinufer und somit auch Heusweiler unter preußische Herrschaft. Aus der Mairie Heusweiler wurde die Bürgermeisterei Heusweiler, in welche 1816 auch Obersalbach, Kurhof und 1892 Niedersalbach eingegliedert wurden.

Aus den ehemals selbstständigen Gemeinden Heusweiler, Eiweiler, Holz, Wahlschied, Kutzhof, Niedersalbach und Obersalbach-Kurhof wurde im Jahre 1974 im Zuge der Gebiets-- und Verwaltungsreform die heutige Großgemeinde Heusweiler gebildet. Mit rund 40 qkm ist Heusweiler nach den Städten Saarbrücken und Völklingen flächengrößte Gemeinde im Stadtverband Saarbrücken.