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1150 wurde Niedergailbach in einer Grenzbeschreibung des Herzogs Matthias von Lothringen an den Grafen Folmar von Saarwerden erstmals urkundlich erwähnt. Auf der Niedergailbacher Gemarkung gemachte Funde (Feuersteinpfeilspitze und Silexpfeilspitzen) zeugen davon, dass schon zur Steinzeit in der Gegend Menschen gelebt haben. Sechs Hügelgräber, die am "Brücker Berg" gefunden wurden, stammen aus der frühen Hallstattzeit (8. bis Anfang 6. Jahrhundert vor Christus). Im Speyrer Museum liegen Beweise über römische Bausubstanz auf Niedergailbacher Gemarkung: "ein römisches Kastell" nordöstlich der Ortslage - Kastellrech ist heute noch geläufige Bezeichnung und Staßenname in Niedergailbach - eine Siedlung am Brücker Berg und eine Siedlungsstelle im "Zwenacker".
1297 Im Rahmen eines Austauschvertrages Übergabe der Herrschaft Bitsch als Lehen an die Grafen von Zweibrücken
1606 Erneute Zugehörigkeit zum Herzogtum Lothringen - gemäß Vertrag mit der Grafschaft Hanau-Lichtenberg
1766 Anschluss an das Königreich Frankreich
1783 Wechsel Niedergailbachs in die Herrschaft Blieskastel (von der Leyen)
1814 Ausbruch einer Pestseuche (Hitzige Krankheit) mit vielen Todesfällen
1816 Territoriale Zugehörigkeit zum königlich-bayerischen Rheinkreis (Pfalz)
1914 - 1918 Erster Weltkrieg; Abtrennung des Saargebietes gemäß Versailler Vertrag
1935 Nach der Volksabstimmung "Heimkehr" des Saargebietes in das Deutsche Reich
1939 - 1945 Zweiter Weltkrieg: Zerstörung der Kirche und Schule sowie der meisten Häuser. Während des Krieges musste die Dorfbevölkerung zweimal ihre Heimat verlassen und wurde in die Ferne evakuiert.
1947 Erneuter politischer und wirtschaftlicher Anschluss an Frankreich
1957 Nach der Abstimmung über das Saar-Statut im Jahre 1955 - politische Eingliederung in die Bundesrepublik Deutschland
1974 Verlust der kommunalen Selbständigkeit - seither Gemeindebezirk von Gersheim
2000 Niedergailbach feiert sein 850-jähriges Dorfjubiläum