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Schwarzerden
letzte Änderung: 19/1/2005

entlang der Westrichbahn
(auf diesem Streckenabschnitt ist nur noch der Bahndamm erhalten)
entlang der Ostertalbahn

© link Landesamt für Kataster-,Vermessungs- und Kartenwesen

Sehenswert: römisches Mithraskultbild

saarlandbilderKarteOrtsverzeichnisRömerstätten


Quelle: link www.saarland.de

Mithrasdenkmal bei Freisen
Quelle: link www.saarland.de

Diese seltene alte Kultstätte finden Sie von Kaiserslautern-Trier kommend, Autobahn A 62 über die Abfahrt Reichweiler bis Schwarzerden. Im Ort führt die erste Straße rechts, die Mithrasstrasse zum Tempel.

Der Mithraskult ist viel älter ist als das Christentum, er gehört zu den Mysterienreligionen.

Mithras ist ein Sonnengott. Er kam aus Persien und verbreitete die Vorstellung eines Kampfes zwischen Gut und Böse. Er galt als Gott des Eides und der Verträge. Der Mithras-Kult war nur Männern zugänglich, Frauen waren ausgeschlossen. Dieser Glaube breitete sich im Gefolge der Eroberungszüge der Römer bis in unser Gebiet aus. Der mystische Kult war vor allem bei Soldaten beliebt, entlassene Legionäre und Veteranen brachten den Mithras-Glaube in die Städte und Dörfer. Heute ist, außer wenigen Denkmälern, nichts von dieser Religion erhalten, denn der Kult und seine Zeugnisse wurde von den Christen vehement verfolgt.

Es gibt einige Ähnlichkeiten zwischen dem Mitraskult und dem Christentum. Seine Anhänger glaubten an Auferstehung und das ewige Leben, die Gläubigen wurden durch eine Art Taufe in die Glaubensgemeinschaft aufgenommen, die Sieben war eine bedeutende Zahl. Die Christen haben also vieles aus dem Mithraskult in ihre Religion übernommen.

Im Saarland ist das Mithrasheiligtum in Schwarzerden bei Freisen zweifelsfrei als Kultstätte nachgewiesen, die seltene Anlage stammt wahrscheinlich aus dem 1. Jhd. n. Chr.

Der Altar entging einer Zerstörung. Lag er zu versteckt?

Ein Männerbund traf sich im Tempel des Mithras. Welche geheimen Rituale wurden an diesem Ort gefeiert?

Das Mithras-Relief, ein in die Felswand eingehauenes Bild, ist die Rückwand einer wesentlich größeren Tempelanlage gewesen. Die Figuren des Reliefs sind stark verwittert. Die Darstellung zeigt einen fliehenden Stier, auf den der persische Lichtgott Mithras aufspringt und mit der Rechten einen Dolch in den Hals des Tieres sticht. Die Götter Sol und Luna sind erkennbar, dazu Fackelträger, eine Schlange und ein Skorpion.

Die Gemeinde Schwarzerden hat in ihr Wappen Symbole des Mithras-Kultes aufgenommen, zwei gekreuzte Fackeln, zeigt das Wappenbild. Die Schule in Schwarzerden ist mit einem Mithras-Mosaik geschmückt - das Gebäude dürfen auch Mädchen betreten, jeden Tag...

Mithrasgrotte am HalbergRömerstätten im Saarland