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Das Schloß zu Dillingen
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Aus der Feudalzeit hat sich das Alte Schloß erhalten, ein Kleinod saarländischen Barocks. Das Alte Schloss wird erstmals im 13. Jahrhundert erwähnt. Fundamentfunde lassen den Schluss zu, dass es sich bei diesen Ursprüngen der heutigen Anlage um eine polygonale Wasserburg handelte.

Sie wurde von den Herren von Siersberg errichtet, Besitzer der nahe gelegenen Siersburg. Um 1600 wird die Burg zu einer prächtigen Renaissanceanlage umgebaut. Wenige Jahre später erleidet das Schloß durch die Kriege und Umwälzungen des 17. Jahrhundert wieder einen Niedergang.

Allerdings gründen in diesen 17. Jahrhundert ein Besitzer des Schlosses und der Herrschaft Dillingen, Henry Gaspard de Lenoncourt, mit Erlaubnis des französischen Königs Ludwig XIV 1685 die Dillinger Hütte. Ende des 18. Jahrhunderts erlebt das Alte Schloss als herzogliche Residenz einen barocken Umbau durch Balthasar Wilhelm Stengel (Sohn von Friedrich Joachim Stengel) und nassau-saarbrückische Gartenbauer.

Fürst Ludwig von Nassau-Saarbrücken hat das französische Dillingen samt Schloß für seine zweite Frau Katharina Kest gekauft und es von dem französischen König Louis XVI zum Herzogtum erheben lassen. Den barocken Vorstellungen gemäß sollen im Erdgeschoß Bedienstete und Wirtschaftsräume untergebracht werden, während im Obergeschoß die herzoglichen Privat- und Repräsentationsräume entstehen.

Der Vollendung der Pläne kommt die französische Revolution zuvor, die den Privilegien des Adels ein Ende setzt und die fürstlich-herzogliche Familie zur Flucht und Aufgabe ihres Besitzes zwingt. Nach der französischen Revolution erwirbt die Dillinger Hütte die Gebäude und richtet dort Wohnungen für Bedienstete ein.Der Zweite Weltkrieg zerstört das Schloss.

In einem wiederaufgebauten Flügel finden heute Ausstellungen, Konzerte und Vorträge statt. Die Schlossgärten dienen oft als Kulisse für Theateraufführungen, Konzerte, Ausstellungen . Brautpaare lassen gerne sich in einem Raum des Erdgeschosses trauen, der im Stil Louis XVI eingerichtet ist.

Ergänzungen nach Dehio

(...) Die einstige Wasserburg war von einem Primsarm umflossen. Sie hatte auffallend unregelmäßigen Grundriß. Zwei Rundtürme wurden freigelegt, der eine steht in erheblicher Höhe aufrecht, er war in das Mauerwerk des späteren Schlosses einbezogen. Die Edelherren von Siersberg nennen sich 1329 erstmals "von Dillingen", die Burg dürfte in dieser Zeit errichtet sein. 1349 und 1402 Eroberung und Zerstörung der Burg. Die beiden Freilegungen festgestellte Verstärkung der Mauern dürfte im 15.Jh. erfolgt sein, wohl mit dem Aufgommen schwerer Geschütze. Im 16.Jh. erben die Freiherren von Braubach die Burg. Anfang des 17.Jh. läßt Wilhelm Marzloff von Braubach die Burg abreißen und durch ein Wasserschloß ersetzen, von dem noch heute Teile stehen: der westliche Eckturm mit den beiden anschließenden als Ruinen liegenden Trackten und dem Südturm dazwischen, und der Torbau der Vorburg. (...)


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