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Relieffigur auf Felsnase im Dillinger Wald
erstellt am 4.12.2004


Quelle: Saarheimat 8´ 1978

Gesamtansicht der Relieffigur auf einer Felsnase im Dillinger Wald.
Nach Auskunft von Herrn Dr. Walter Schähle vom Staatlichen Konservatoramt Saarbrücken zeigt der Felsen deutlich Spuren von Abspitzungen aus römischer Zeit. Möglicherweise befand sich hier ein Steinbruch. Die Figur ist in jedem Fall jünger als die Spuren der Bearbeitung aus römischer Zeit. Bei der eingeritzten Figur handelt es sich wahrscheinlich um ein Votivbild (Marienbild) aus dem vorigen Jahrhundert, vielleicht in der Nachfolge der Nazarenerbewegung. Die daneben befindliche Nische hat zur Unterbringung einer Kerze oder von Blumenschmuck gedient.
Foto: dpd

Quelle: Saarheimat 8´ 1978

Zwei Jugendliche aus Dillingen, Schüler der Hauptschule, haben beim Spielen im Dillinger Wald eine reliefartig eingemeißelte Figur auf einer ca. 1,50 m hohen Felsnase im Dillinger Wald entdeckt und den Fund beim Beigeordneten Albert Kremer gemeldet. Die Darstellung ist in der heimathistorischen Literatur bisher nicht genannt. Die eingemeißelte Figur stellt Kopf und Oberkörper einer (bzw. eines) Betenden mit zusammenfefalteten Händen dar. Motiv und Erhaltungszustand der Darstellung lassen es zumindest beim ersten Augenschein unwahrscheinlich erscheinen, daß die Figur bereits in römischer Zeit enstanden ist. Nicht auszuschließen ist allerdings, daß der Stein bereits in römischer Zeit zu anderen Zwecken bearbeitet wurde. Da der als Heimatforscher bekannte Pfarrer Philipp Schmitt (1805 - 1856) auch als Bildhauer hervorgetreten ist, könnte man vermuten, daß er diese Figur in den Felsblock gehauen hat. Landeskonservator Dr. AlfonsKolling hat den Fund besichtigt und registriert. Eine Deutung durch ihn liegt noch nicht vor. Die Entdecker der Skulptur wurden durch die Stadt belobigt und beschenkt.

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