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Grube Bexbach
Quelle: link Saarland im Netz (Jörg Klasen)
erstellt am 20/2/2005

1600

In Mittel- und Oberbexbach werden Steinkohlen im Tagebau gewonnen.

1739

Der Nassau-Saarbrückische Amtmann Koch in Homburg sichert sich eine Konzession für den Kohlenabbau in der Mittel- und Oberbexbacher Gemarkung.

1740

Koch berichtet: "Das Bexbacher Kohlenwerk hat wegen der besseren Kohle in Wellesweiler keinen sonderlichen Trieb (Aufschwung) genommen. Überdies wird der Kohlenabsatz durch die zweibrückischen Zollstationen um Mittelbexbach, so in Niederbexbach, Kleinottweiler, Limbach und Einöd, sehr behindert."

1754

Fürst Wilhelm Heinrich behält sich das alleinige Kohlenschürfrecht in seiner Grafschaft vor. (Dem Saarbrücker Grafen bereits im Neumünster Weistum von 1523 zugewiesen). Beginn des vorindustriellen Steinkohlenbergbaus in den Saar-Ländern, der Weg zur Prägung durch die Montanindustrie ist eröffnet.

1816

Die Grube Bexbach wird Staatsbetrieb ("Max-Josef-Grube"). Die Förderung erfolgt mit Kübel und Seil durch Luftschächte oder durch Schubkarren im neu angelegten Stollenbetrieb.

1828

Konzession für die Fa. Gebr. Krämer St. Ingbert für die Anlegung einer Eisensteingrube in der Bexbacher Gemarkung. Geogr.-Statistisches Handbuch von Rhein-Bayern (Pfalz): "Mittelbexbach, ehem. nassau-saarbrückisches Dorf mit herrschaftlichen Steinkohlegruben. Es hat mit der Rotmühle, der Bliesmühle und der Plantage 839 Einwohner, worunter 779 Katholiken, 56 Protestanten und 4 Juden sind."

1830

In den Gruben werden die bisher üblichen Rüböllichter ("Krottekepp") durch Sicherheitslampen ersetzt.

1837-1848

Auf der Grube Bexbach wird der erste Förderschacht abgeteuft.

1849

Einweihung des Bahnhofs Bexbach als vorläufige Endstation der "Ludwigsbahn" zwischen der "Rheinschanze" (dem heutigen Ludwigshafen) und Bexbach. Der Eisenbahnhof ist der älteste im heutigen Saarland. Beim Bau des Eisenbahndammes wird u.a. der Spanntaler Weg z.T. (Abzweigung vom Bliesweg) verlegt.

1851

Errichtung einer Gendarmeriestation und einer Poststation, die auch für die übrigen Bexbachorte einschl. Frankenholz und Kleinottweiler zuständig ist, im Hause Dillmann in der Rathausstraße. Enorm hoher Fuhrwerksverkehr auf der Bezirksstraße zwischen Mittelbexbach und Homburg trotz der neuen Eisenbahn. Der Mittelbexbacher Bürgermeister berichtet 1851:"Kohlentransport 21.000 Fuhren, 35.000 Zugtiere, Eisen, Glas, Früchte etc.; 5.000 Fuhren mit 8.000 Zugtieren"; aber auch: "Die Straße ist dermalen so zusammengefahren, daß das Fuhrwesen fast nicht mehr durchzukommen weiß..."Die Termine öffentlicher Tanzveranstaltungen werden festgelegt.

1886

Bau der Drahtseilbahn zwischen der Grube Frankenholz und dem Bexbacher Bahnhof ("Die Luftbahn") über die Drehscheibe am Falzziegelwerk. Ein neues Schulhaus soll am Marktplatz (Haus Bartels) erbaut werden. Auf Intervention des Bauschaffners erfolgt die Errichtung beim Hirtenhaus in der Hauptstraße (das heutige Rathaus). Vor dem Schulhaus wird ein Dorfbrunnen errichtet.

1895

Die Grube Frankenholz errichtet beim Bexbacher Bahnhof eine Kohlenwäsche. Das anfallende Bergematerial wird auf eine im Spanntal angelegte Bergehalde verkippt, die ständig wächst und allmählich das Ortsbild wesentlich bestimmt.

1902

Bau der Grubenbahn. Anschluß des Falzziegelwerkes. Im Postamt Mittelbexbach wird eine öffentliche Fernsprechzelle eingerichtet.

1936

Die Grube Bexbach wird stillgelegt. Die letzte Schicht wird am 23. Juli 1936 gefahren. Grubenbrände 1927, 1930 und schließlich ein Großbrand 1935, der nicht gelöscht werden konnte, haben das Ende herbeigeführt. Die Schächte wurden zugeschüttet, die Übertageanlagen abmontiert.

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