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Nahe

Orte im Nahetal
erstellt am 5/2/2008

Die Nahe (lat.: Nava, urspr. kelt.: Wilder Fluss) ist ein etwa 116 km langer, orographisch linker Nebenfluss des Rheins im Saarland und in Rheinland-Pfalz.

Nachdem das Gewässer in den 1970ern über weite Strecken begradigt wurde, wurde es in jüngerer Zeit weitgehend renaturiert.

Der Fluss, der das Nordpfälzer Bergland vom Hunsrück trennt, entspringt am Waldrand nordwestlich von Nohfelden-Selbach im Saarland. Die gefasste Quelle liegt etwa 4 km südwestlich des Bostalsees, den die Nahe im Südosten umfließt. Nach der Passage des Hauptortes von Nohfelden verlässt sie das Saarland in nordöstlicher Richtung und überquert die Grenze zu Rheinland-Pfalz.

Weiter in diese Richtung führt der Flusslauf unter anderen durch Hoppstädten-Weiersbach, Idar-Oberstein (dort ist die Nahe mit der B 41 überbaut), Kirn und Monzingen nach Niederhausen. Über Bad Münster am Stein, Bad Kreuznach und Gensingen gelangt die Nahe - nun in nördlicher Richtung - nach Bingen, wo sie am Rheinknie von Süden her in den Rhein mündet.

Das Einzugsgebiet der Nahe umfasst eine Fläche von 4065 kmĀ². Aufgrund dieses im Vergleich zur Flusslänge großen Einzugsgebietes können im Mittel- und Unterlauf innerhalb von wenigen Stunden sehr starke, aber auch schnell abfließende Hochwässer auftreten. Dabei kann es in Bad Kreuznach zu Abflussmengen von über 1000 m²/s, an der Mündung von über 1300 m²/s kommen.

Die Ausdehnung des Einzugsgebietes ist der Karte zu entnehmen. Seine Grenzen sind im Uhrzeigersinn, beginnend im Osten:

  • die Rheinhessische Schweiz (Wasserscheide zum Rhein)
  • das Donnersberg-Massiv (Wasserscheide zu Selz und Rhein)
  • das Nordpfälzer Bergland (Wasserscheide zu Pfrimm und Rhein gen Osten sowie zu Wallhalb und Schwarzbach gen Süden)
  • der Hunsrück (Wasserscheide zu Prims und Saar gen Süden bzw. zur Mosel gen Nordwesten)
  • der Binger Wald (Wasserscheide zum Rhein gen Norden)