ehemalige Primstalbahn
KBS 265c/267
link www.primstalbahn.de.vu
Streckenverlauf und Haltepunkte
erstellt am 16/12/2004
letzte Änderung: 4/1/2008

Virtuelle Fahrt auf der Primstalbahn beginnend in Dillingen

[auf der Karte fehlt der Streckenverlauf Wadern - Primstal - Nonnweiler; vgl. älterer Kartenausschnitt: Wadern]

Die Primstalbahn verband die Saarstrecke (Abzweig bei Dillingen) mit der Hochwaldbahn [KBS 264] bei Nonnweiler. Der nördlichste Abschnitt ist mit dem Ausbau der Strecke Lebach-Nonnweiler bereits 1879 eröffnet worden [KBS 267], während die Strecke Dillingen - Primsweiler [KBS 265c] 1901 für den Bahnverkehr freigegeben werden konnte. Die ersten Kilometer ab Dillingen werden heute noch für Gütertransporte genutzt.


bei Michelbach – 9/3/1999
© Jens Breitkopf link www.primstalbahn.de.vu

Haltepunkte waren:
[KBS 265c] Dillingen (km 0) - Nalbach (6) - Körprich (9) (hinter Körprich gab es über Knorscheid einen Anschluß nach Lebach[-Jabach]; der Umsteigebahnhof war Primsweiler) - Primsweiler (13)
[KBS 267] Primsweiler (km 30) Schmelz (26) - Michelbach (24) - Limbach (Schmelz) (21) - Büschfeld (18) (hier gab es Anschluß zur Kleinbahn Merzig - Losheim - Büschfeld, die heute als Museumsbahn betrieben wird) - Wadern (Dagstuhl) (14) - Krettnich (11) - Primstal (7) - Mariahütte (3) - Mariahütte Werk (2) - Nonnweiler (0)


© link Landesamt für Kataster-,Vermessungs- und Kartenwesen


Brücke bei Primsweiler Richtung Lebach – 25/2/2000
© Jens Breitkopf link www.primstalbahn.de.vu

Primstalbahn Quelle: link de.wikipedia.org

Geschichte

Die Primstalbahn ist eine ehemalige Eisenbahnstrecke, die zwischen Nonnweiler (Schwarzwälder Hochwald) und Primsweiler in Nord-Süd-Richtung entlang des Oberlaufes der Prims lief, von dort nach Osten abbog und über Lebach nach Neunkirchen (Saar) führte. Dieser Abschnitt Lebach-Neunkirchen (Saar) wird heute noch bedient.

Der Bau vollzog sich in drei Phasen. Die allererste ca. acht Kilometer lange Strecke ging von Neunkirchen (Saar) bis Wemmetsweiler (und von dort weiter nach Süden in Richtung Saarbrücken). Eröffnung war am 15. Oktober 1879. Erst 18 Jahre später, nämlich am 15. Mai 1897 konnte der zweite Abschnitt eingeweiht werden, die 17,4 km lange Strecke von Wemmetsweiler nach Lebach. Noch im selben Jahr wurde dann am 10. Dezember der Verkehr für die restlichen 35,6 km bis Nonnweiler freigegeben.

Die Strecke diente von Anfang an dazu, Arbeitskräfte aus den dünn besiedelten nördlichen Gebieten des Saarlandes in die Saarregion zu führen. In Primsweiler zweigt eine Stichstrecke nach Dillingen (Saar) nach Westen, in Lebach nach Völklingen und in Wemmetsweiler nach Süden in Richtung Saarbrücken ab. In Neunkirchen besteht ebenfalls Anschluss nach Saarbrücken, aber auch zur Nahetalbahn in Richtung Idar-Oberstein-Mainz und in Richtung Homburg (Saar) (Ludwigsbahn). Heute verkehren die Züge von Lebach-Jabach über Wemmetsweiler durchgehend bis Homburg (Saar).

Streckenbeschreibung

Im eigentlichen Sprachgebrauch beschreibt die Primstalbahn immer nur die Strecke zwischen Nonnweiler und Dillingen, die schließlich immer entlang der Prims führt, "streckentechnisch" führt die Eisenbahnlinie aber wie oben beschrieben von Nonnweiler nach Neunkirchen (Saar). So hat es über die Jahrzehnte diverse "Direktverbindungen" gegeben, so zum Beispiel von Saarbrücken über die linke Saarseite (Fürstenhausen) – Völklingen bis Primsweiler und zurück.

Im Kursbuch hatte die Strecke Nonnweiler – Neunkirchen (Saar) – Saarbrücken Hbf die Nummern 265k, die Streckennummer im DB-Verzeichnis lautet 3274. Die Fahrzeit für die Gesamtverbindung mit der Länge von 61 Kilometern lag vor dem 2. Weltkrieg bei etwas über 120 Minuten. Dies ist durch die lange Aufenthaltsdauer in den Bahnhöfen zu erklären und natürlich damit, dass diese eingleisige Strecke an entsprechenden Bahnhöfen auf Gegenzüge warten musste. Die Verbindung Dillingen – Primsweiler firmierte unter 265g. In ihrer gesamten Geschichte verkehrten auf allen hier beschriebenen Teilen immer nur Personenzüge der 2. und 3. Klasse sowie Güterzüge.

In Nonnweiler bestand Anschluss an die Hochwaldbahn nach Trier und Türkismühle sowie mit der Hunsrückquerbahn nach Langenlonsheim (Nahe).

s. auch link Kursbuchübersicht von 1944

Bahnhöfe

Die Bahnhofsgebäude von Illingen, Dirmingen, Eppelborn, Lebach, Primsweiler, Schmelz, Wadern-Büschfeld und Wadern-Dagstuhl – selbst die Bahnhofsgebäude der Hochwaldbahn Nonnweiler-Bierfeld und Nonnweiler-Sötern – wurden alle erst im Jahre 1900 erbaut und weisen große Ähnlichkeit zueinander auf. Es gilt als sicher, dass die Gebäude zusammen geplant und errichtet wurden. Bei allen Gebäuden handelt es sich um unverputzte Ziegelrohbauten. Einzige Ausnahme ist der Bau in Primsweiler, der verputzt wurde. Alle Gebäude besitzen zwei Geschosse, einfach eingeschnittene Segmentbogenfenster und an den Ecken getreppte, kapitellartige Rücksprünge. Vorlage dieses Bautypus dürften die im Rheinischen gelegenen Bahnhöfe von Großkönigsdorf und der 1877 eingeweihte Bahnhof Schiefbahn gewesen sein.

Das Empfangsgebäude in Wadern-Dagstuhl - zugleich Haltepunkt für die Stadt Wadern – wurde 1896-97 erbaut. Die Waderner Bürger wehrten sich gegen die Errichtung eines Bahnhofes in ihrer Stadt, sodass dieser nicht in Wadern, sondern auf der Gemarkung Dagstuhl erbaut wurde. Die Eigentümer der nah Dagstuhl gelegenen Mariahütte setzten sich für einen Bau in ihrer Nähe ein.

Heute ist Lebach-Jabach der Endpunkt der Bahnlinie. Die Verbindung nach Nonnweiler ist unterbrochen und die Gleise beginnen erst wieder hinter dem Ort Kastel.

Das eigentliche Empfangsgebäude des heute unter Denkmalschutz stehenden Ensembles ist ein zweigeschossiger, vierachsiger Backsteinbau. Auf einem Bild, das vermutlich Anfang des 20. Jahrhunderts aufgenommen wurde, ist der Bahnhof noch als Ziegelrohbau zu sehen; er heute verputzt wie die übrigen Gebäude auch. [1]

Quellen

1. http://members.aol.com/barbaraneu/anfang.htm Magisterarbeit im Fach Kunstgeschichte an der Universität des Saarlandes von Barbara Neu M. A., 199

Eisenbahn im Saarlandsaarlandbilder